Blutspende: Junges Blut ist gefragt

Medizin

Schweizer Blutspender sind treu. Im Gegensatz zum Ausland sind die Blutreserven in der Schweiz nicht notorisch leer. Trotzdem: Ab einem gewissen Alter ist Blutspenden nicht mehr möglich und ein Grossteil der regelmässigen Spender wird immer älter.

Person beim Blutspenden.
Bildlegende: Extrem viel trinken vor dem Spenden ist ein Mythos! Kommen Sie einfach nicht nüchtern.

Am 1. September 1818 wurde in London zum ersten Mal eine Bluttransfusion von Mensch zu Mensch durchgeführt. Der Beginn einer erfolgreichen und heute notwendigen Massnahme: das Blutspenden.

In der Schweiz benötigen vier von fünf Menschen mindestens einmal in ihrem Leben Blut oder ein Medikament aus Blutprodukten, dies entspricht 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung, wie die Blutspende Schweiz vorrechnet. Demgegenüber stehen nur 2,5 Prozent der Bevölkerung, die regelmässig Blut spenden.

Das müssen neue Spender wissen:

  • Sie trauen sich nicht? Dann gehen Sie zusammen mit einem erfahrenen Spender. Das nimmt die Angst und macht erst noch mehr Spass.
  • Sie wissen nicht, wie sich Ihr Körper verhält? «Der durch die Blutspende bedingte Flüssigkeitsverlust wird innerhalb von 24 Stunden wieder ausgeglichen. In dieser Phase ist es wichtig, genügend zu trinken. Auch grössere Anstrengungen sollten in diesem Zeitraum nicht unternommen werden», schreibt Blutspende Schweiz. «Das Blutplasmavolumen wird bei angemessener Flüssigkeitsaufnahme innert weniger Stunden wieder ausgeglichen. Die Menge der roten Blutkörperchen hat sich nach rund sieben Tagen dem Ausgangswert angenähert.»
  • Sie kennen die Anforderungen nicht? Das ist verständlich, denn diese sind sehr komplex. Rufen Sie vor dem Spenden beim Spendedienst an und erkundigen Sie sich, ob ihre Ferien oder der letzte Arztbesuch genügend weit zurückliegen. Dies verkleinert das Risiko, dass Sie vor Ort wieder nach Hause geschickt werden.
  • Sie kennen ihre Blutgruppe nicht? Nach dem Blutspenden kennen Sie diese. Besonders beliebt ist Blutgruppe 0-negativ. Nur sechs Prozent der Schweizer Bevölkerung hat diese Universal-Blutgruppe, sie kann für alle anderen Empfänger gebraucht werden.
  • Sie wollen sich richtig vorbereiten? Dass Sie vor dem Spenden extrem viel trinken sollen, ist ein Mythos. Essen und trinken Sie ganz normal, kommen Sie einfach nicht nüchtern. Falls Sie Fragen haben, können Sie sich gerne beim Blutspendedienst melden.

Alle Anforderungen und Informationen sind auf der Webseite der Blutspende Schweiz zu finden.

Redaktion: Brigitte Wenger