Depressionen: Wie sage ich es meinem Chef und den Kollegen?

Depressionen, Burnout, Angststörungen, Sucht: Das Tabu «psychische Krankheit» ist in der Arbeitswelt besonders stark. Eine neue Studie zeigt: Aus Angst vor Diskriminierung würde sich nur ein Viertel gegenüber dem Vorgesetzten outen und nur jeder Zehnte mit Arbeitskollegen darüber sprechen .

Psychisch krank: Nur jeder Vierte würde sich gegenüber dem Vorgesetzten outen. Zu gross ist die Scham und die Angst vor einer Stigmatisierung.
Bildlegende: Psychisch krank: Nur jeder Vierte würde sich gegenüber dem Vorgesetzten outen. Zu gross ist die Scham und die Angst vor einer Stigmatisierung. colourbox

Während wir über körperliche Krankheiten offen sprechen, gehören psychische Themen für Herrn und Frau Schweizer strikt in den engen familiären Rahmen. Zu gross ist die Scham und die Angst vor Stigmatisierung.

Viele sind der Meinung, dass psychisch Kranke im Arbeitsumfeld diskriminiert würden. Doch das Schweigen und die Isolation haben fatale Folgen: es endet nicht selten im Suizid.

Gehört meine psychische Erkrankung thematisch überhaupt an den Arbeitsplatz? Wie soll ich es meinem Chef und den Arbeitskollegen sagen, wenn ich befürchte, dass sie wenig Verständnis für meine Krankheit aufbringen? Was, wenn sich nach einem Outing am Arbeitsplatz Diskriminierungen bemerkbar machen? Tipps vom SRF-Ratgeberpsychologen Rolf Heim.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Christine Schulthess