Dinge aus dem Internet der Dinge kaufen: Was gilt es zu beachten?

Viele Geräte sind heute vernetzt: Türklingel, Zahnbürste oder Nähmaschine. Doch der Kauf birgt einige Tücken.

Das Internet der Dinge: Kühlschrank, Kaffeemaschine, Waschmaschine, alles ist vernetzt.
Bildlegende: Das Internet der Dinge: Kühlschrank, Kaffeemaschine, Waschmaschine, alles ist vernetzt. Colourbox

Es ist bequem: Auf dem Heimweg die App anwählen und dem eigenen Haus sagen, es soll bitteschön die Heizung anstellen. Ein Haus, dessen Eingeweide mit dem Internet verbunden sind, nennt sich auch «SmartHome» und gehört somit zum «Internet der Dinge». Also zum Konzept, dass auch alltägliche Objekte mit dem Internet verbunden sein sollen, nicht nur die bereits vertrauten Geräte wie Laptop, Tablet oder Smartphone.

Was es vor dem Kauf zu beachten gilt

Bevor man sich nun eine vernetzte Türklingel, Überwachungskamera oder Lautsprecher zulegt, gilt es jedoch einiges zu beachten: Wie gut pflegt etwa der Hersteller seine Geräte-Linien? Insbesondere: Wie lange sind Software-Updates für ein bestimmtes Gerät verfügbar? Funktioniert das Gerät auch ohne Internetanschluss? Denn die Geräte sind ähnlich wie heutige Computer, sie bestehen aus Hard- und Software, und Software muss regelmässig aktualisiert werden.

Updates, Updates, Updates

Heutige vernetzte Geräte kommunizieren oft mit der Infrastruktur des Herstellers, sind davon abhängig. Beschliesst nun der Hersteller, eine bestimmte Gerätelinie nicht mehr zu unterstützen, funktionieren diese Geräte oft nicht mehr richtig oder gar nicht mehr. Bis zum Punkt, dass aus dem teuren vernetzten Gerät ein wertloser Backstein werden kann. Vergleichbares drohte Anfang Jahr etwa den vernetzten Lautsprechern von Sonos.

Keine Updates oder schlicht schlampige Programmierung der Geräte bedeutet auch: potentielle Angriffspunkte für Cyberkriminelle. So sind viele Überwachungskameras einfach im Netz auffindbar und lassen sich missbrauchen – 2016 waren sie mitverantwortlich, dass zentrale Internetdienste lahm gelegt wurden. Solchen Problemen kann man schon vorbeugen, indem man gleich nach dem Kauf des Gerätes die Standardpasswörter wechselt und nicht die Standardkonfiguration verwendet. Es lohnt sich auch, vor dem Kauf das Gerät zu recherchieren und die Meinung von anderen Kundinnen zu prüfen. Denn ein Zertifikat existiert noch nicht, das beispielsweise ausweist, wie lange ein solches Gerät vom Hersteller mit Updates versorgt wird.

Weitere Hinweise zum Internet der Dinge gibt die Melde- und Analysestelle des Bundes MELANI. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aus Deutschland bietet eine Merkliste an.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Méline Sieber