Drahtwürmerplage

Garten

Drahtwürmer haben sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet. Sie sind dünn und langgestreckt, ihr Körper ist gelb und die Haut ist fest und glatt. Sie leben im Boden, es sind die Larven von verschiedenen Schnellkäfer-Arten.

Nahaufnahme eines Drahtwurms.
Bildlegende: Drahtwürmer werden bis zu drei Jahre alt und drei Zentimeter lang. RalfGB/Wikimedia Commons

Im Frühling paaren sich die Schnellkäfer und die Weibchen legen ihre Eier in kleinen Häufchen in den Boden ab. Dabei bevorzugen sie Wiesen, bewachsene Brachflächen und verunkrautete Gemüsebeete. Aus den Eiern schlüpfen kleine, wurmähnliche Larven. Zuerst fressen sie Samen und Wurzelspitzen.

Drahtwürmer werden bis zu drei Jahre alt und drei Zentimeter lang. Nach der Verpuppung im Sommer schlüpfen die Schnellkäfer im Herbst und überwintern. Drahtwürmer sind sehr widerstandsfähig, zäh und flink.

Schadbild

  • Abgefressene Feinwurzeln an Salat- und anderen Setzlingen: Die Jungpflanzen welken.
  • Mais keimt nicht, die Samen werden von den jungen Drahtwürmern gefressen.
  • Löcher und Frassgänge in Kartoffeln, Karotten etc. Meistens sind die Drahtwürmer noch darin verborgen.

Massnahmen zur Abwehr

  • Im März/April wird der Boden der Gartenbeete mit Algenkalk bestäubt, Schnellkäferweibchen und ihre Larven, die Drahtwürmer, meiden kalkhaltige Böden.
  • Fallen aufstellen: Kartoffeln und Karotten der Länge nach halbieren, mit der Schnittfläche nach unten zehn bis 20 Zentimeter in den Boden graben, Stelle mit Stäbchen markieren. Nach einer Woche kontrollieren: Haben sich einige Drahtwürmer eingefressen, werden die Gemüsehälften der Grünabfuhr mitgegeben. Immer wieder Fallen auslegen, bis alle Drahtwürmer gefangen sind.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Silvia Meister