Duftlämpchen und Co: Was gut riecht, ist nicht immer gesund

Konsum

Gerade zur Vorweihnachtszeit laufen sie auf Hochtouren: Räucherstäbchen, Duftlämpchen und Co. Sie können aber nicht nur unser Wohlbefinden positiv beeinflussen, sondern auch negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Deshalb sollte man es nicht übertreiben.

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Zitronenduft schärft den Verstand, Lavendel beruhigt, und Vanille soll sogar beim Abnehmen helfen. Doch wie so oft im Leben gilt auch hier: Raumdüfte sollte man nur in Massen geniessen.

Immerhin reagiert jeder Zehnte allergisch auf Duftstoffe. Bereits diese Duftstoffe alleine können Schleimhäute, Augen, Atemwege und Haut reizen. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob Sie natürliche oder künstliche Duftstoffe einsetzen. Beide können gleich viel allergische Reaktionen auslösen.

Bei Duftlämpchen, Duftkerzen und Räucherstäbchen kommt hinzu, dass durch die Verbrennung Feinstaubpartikel und andere Schadstoffe wie Formaldehyd – welches in Verdacht steht, krebserregend zu sein – an die Wohnungsluft ab.

Räucherstäbchen belasten am stärksten

Grob lassen sich die Produkte zur Beduftung eines Raumes in drei Kategorien einteilen: Am wenigsten belastend sind die reinen Duftstoffe wie Raumsprays oder Duftöle, gefolgt von Duftkzerzen oder Öllämpchen. Am meisten können Räucherstäbchen die Gesundheit beeinträchtigen.

Vielleicht haben Sie sich auch schon über Gefahrensymbole auf Ihrer Duftöl-Flasche gewundert: Der Inhalt könne Krebs erregen oder, wenn er in die Atemwege gelangt, sogar tödlich sein. Kein Grund zur Sorge: Diese Warnungen gelten nur, wenn das Öl getrunken wird, nicht für den Dampf des Öls.

Besondere Gefahr für Kinder - Sofort reagieren!

Gerade bei Kindern besteht aber durchaus die Gefahr, dass sie das Öl trinken. Es duftet ja auch so lecker. In einem solchen Fall muss sofort gehandelt werden: Fahren Sie sofort zur nächsten Notfallstation und nehmen Sie das Fläschchen mit. Auf keinen Fall darf man Erbrechen auslösen, da das Öl dann in die Atemwege gelangen kann. Und das ist lebensbedrohlich.

Tipps zum richtigen Umgang mit Raumdüften:

  • Nehmen Sie Rücksicht auf Allergiker und Asthmatiker.
  • Verwenden Sie nicht zu viel Duftstoff. Der Raum sollte nur leicht duften, ansonsten kann es zu Kopfweh und Übelkeit führen.
  • Setzen Sie Räucherstäbchen, Duftöle und Co. nur gezielt in gewissen Räumen ein.
  • Beduften Sie den Raum zeitlich begrenzt - ca. 1 bis 2 Stunden.
  • Lüften Sie nach der Anwendung kräftig (Stosslüften).

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Maria Kressbach