Ein Hoch auf den Wasserwiderstand

Fit und Gesund

Widerstand. Tönt negativ. Wasserwiderstand jedoch ist toll und bringt uns alle Vorteile im Wasser: Vortrieb, Auftrieb und Hindernis. «The water is your friend», sagte schon Schwimmzar Alexander Popov. Wir sagen, wie man den Wasserwiderstand nutzen kann.

Pro Senectute: Frau beim Aquagymnastik
Bildlegende: Fitness im Wasser ist nicht nur etwas für ältere Semester. Auch Leistungssportler oder Rekonvaleszente suchen den Wasserwiderstand und trainieren damit. Keystone/ Gaetan Bally

Nicht jede und jeder mag das Element Wasser. Sich im Wasser zu bewegen, hat jedoch viele Vorteile: Die Wärmeleitfähigkeit des Wassers erhöht den Energieverbrauch, der Auftrieb verringert das Gewicht, der Wasserdruck verbessert die Durchblutung und der Widerstand bremst alle Bewegungen ab.

So kann man den Wasserwiderstand für das Training nutzen

  • Fläche: Je grösser die Angriffsfläche, desto höher die Belastung. Wer mehr Kraftaufwand betreiben möchte, bewegt sich mit offenen Handflächen, Paddles oder Flossen. Wer den Widerstand verkleinern will, schliesst die Hände zu Fäusten oder dreht sie senkrecht zur Bewegungsrichtung. Achtung: Mehr Angriffsfläche bedeutet auch mehr Belastung für die Gelenke.
  • Bewegungsumfang/ Hebel: Je grösser die Bewegung, desto grösser wiederum die Angriffsfläche, desto anstrengender. Aquajogging mit grossen Schritten und gestreckten Beinen braucht mehr Kraft als mit kleinen Schritten und angewinkelten Knien.
  • Geschwindigkeit: Der Wasserwiderstand nimmt im Quadrat zur Bewegungsgeschwindigkeit zu. Wird die Bewegung doppelt so schnell ausgeführt, vervierfacht sich also der Widerstand. Schnelle Bewegungen sind also anstrengender als langsame.

Übrigens: Der Wasserwiderstand bremst uns, aber wir brauchen ihn auch für einen besseren Vortrieb. Wer im Wasser also schneller vorwärtskommen will, muss den Wasserwiderstand optimal ausnützen. Das ist eine Frage der Technik. Spitzenschwimmer können quasi das Wasser greifen und sich daran abstossen.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Brigitte Wenger