Foodwaste – am besten beginnt man bei sich selbst

Wer etwas gegen Nahrungsmittelverschwendung – englisch Foodwaste genannt – machen will, kann mit wenigen Tricks bereits einiges erreichen. Sarah Weibel ist mit ihrem Projekt «RestEssBar» Finalistin der Aktion «Helden des Alltags». Sie erzählt zum Beispiel, was eine klare Einkaufsliste bewirken kann.

Finalistin Sahra Weibel mit einem Korb voller Lebensmittel vom dem offenen Kühlschrank in Winterthur.
Bildlegende: Finalistin Sahra Weibel vor der «RestEssBar» in Winterthur. SRF / Merly Knörle

Mehr als zwei Millionen Tonnen Nahrungsmittel landen in der Schweiz jedes Jahr im Abfall. Dafür sind nicht nur die Detailhändler verantwortlich. Denn 40 Prozent der Lebensmittelabfälle stammen aus den Privathaushalten. Dagegen können alle etwas machen, es braucht aber etwas Selbstdisziplin.

Sarah Weibel aus Winterthur engagiert sich freiwillig mit ihrem Verein, der «RestEssBar», gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Sie bietet an verschiedenen Standorten offene Kühlschränke an. Die Gemeinschaft kann sich dort bedienen und gleichzeitig ihre überschüssiges Esswaren abgeben.

Tipps gegen die Verschwendung von Lebensmitteln:

  • Sich VOR dem Einkaufen Gedanken machen: Was habe ich wirklich nicht mehr zu Hause? Wenn man sich an eine klare Einkaufsliste hält, fallen unnötige Spontankäufe weg.
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum geht, wie der Name sagt, vom Minimum aus. Das Produkt ist also nicht ab diesem Datum hochgiftig. Wir Menschen haben gute Geschmackssinne, und riechen schnell, wenn etwas wirklich nicht mehr gut ist. Danke, Evolution!
  • Sich schlau machen: Wie viel von diesem und jenem Gemüse kann ich nun wirklich verarbeiten?
  • Selbstkritisch hinterfragen: Verursache ich wirklich so wenig unnötigen Foodwaste, wie ich glaube? Es gibt immer irgendwo Verbesserungspotential.
  • Kreativ sein und lustvoll neue Rezepte kombinieren und Reste verwerten. Die Küche ist ein Ort mit endlosem Potenzial.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Anna Wepfer