Gartenarbeit: Winterneste für Tiere schaffen

Wer es bei den herbstlichen Aufräumarbeiten im Garten nicht allzu genau nimmt, hilft vielen Tieren, einen Unterschlupf für den Winter zu finden. Laub unter Sträuchern und Bäumen liegen lassen oder Stauden nicht zurückschneiden, dann nisten sich Igel, Erdkröten und Blindschleichen gerne ein.

Der Igel gehört zu den Tieren, die im Herbst einen Unterschlupf suchen
Bildlegende: Der Igel gehört zu den Tieren, die im Herbst einen Unterschlupf suchen Pixelio.de/Erika Hartmann

«Grosse Grashorste wie Waldschmielen und Lampenputzergras oder Stauden wie Iris sollte man stehen lassen», sagt die Ratgeber-Gärtnerin Silvia Meister. «Sie knicken, legen sich ab, und darunter bieten sich gute Überwinterungsmöglichkeiten für Tiere wie Molch und Erdkröte. Und auch diese Stauden überstehen den Winter so besser!»

In Gärten überwintern viele Tierarten, unter anderem Igel, Erdkröten, Blindschleichen, Molche, Marienkäfer, Florfliegen, Schmetterlinge, Hummelköniginnen und Fledermäuse.

Einige Tipps, wie man den Tieren helfen kann:

  • Laub unter Bäumen und Büschen und an windgeschützten, trockenen Orten liegen lassen und zu einem Haufen kehren
  • Stauden und grosse Grasbüschel stehen lassen
  • Staudenschnitt oder Zweige hinter Töpfen aufstapeln
  • Kompost erst im Frühling verteilen
  • Asthaufen und Steinhaufen machen
  • Scheiterbeige stehen lassen oder Scheiter auf Schmetterlinge und Fledermäuse kontrollieren
  • Samenstände von Disteln, Sonnenblumen etc. stehen lassen

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Doris Rothen