Gehirnerschütterung: Wie erkennen und was ist zu tun

Ein Sturz mit dem Velo, dabei prallt man mit dem Kopf - trotz Helm - auf den Boden. Ist man anschliessend ein bisschen desorientiert und hat Gleichgewichtsstörungen, könnte das eine Gehirnerschütterung sein, sagt der Neurochirurge vom Berner Inselspital, Jens Fichtner.

Mann stürzt mit Velo auf Wiese. Trägt Helm
Bildlegende: Auch wenn man einen Velohelm trägt, kann es bei einem Sturz zu einer Gehirnerschütterung kommen. colourbox

Mit einer Gehirnerschütterung ist nicht zu spassen, es handelt sich um ein «mildes» Schädelhirntrauma, sagt der Neurochirurge Jens Fichtner. 

Anzeichen für eine Gehirnerschütterung

  • Sekunden bis Minuten nach einem Sturz oder einem starken Aufprall mit dem Kopf ist man desorientiert.
  • Gleichgewichtsstörungen.
  • Die Reaktionsgeschwindigkeit ist herabgesetzt.
  • Sprachstörungen.
  • Gedächtnisstörungen; sogenannte retrograde Amnesie. Das heisst, man kann sich nicht mehr an den Unfall erinnern.
  • Dass man bewusstlos ist, kann vorkommen, muss aber nicht sein.

Die Anzeichen müssen nicht alle vorliegen. Hat man eines davon ausgeprägt, sollte man zum Arzt gehen.

Auf die Notfallstation 

Die Notfallstation sollte man aufsuchen, wenn nach dem Unfall folgende Symptome da sind:

  • Erbrechen.
  • Schläfrigkeit.
  • Wenn zur Verlangsamung und einer Verwirrtheit noch Kopfschmerzen dazu kommen.
  • Bewusstseinstrübung.

Eine Gehirnerschütterung muss man mit Ruhe auskurieren. Während ein bis zwei Wochen nicht zur Arbeit gehen, auch keinen Sport treiben. Die Gefahr in dieser Zeit, einen neuen Unfall zu erleiden, ist gross. Und eine neuerliche Erschütterung des Gehirns kann zu Schäden führen.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Regula Zehnder