Gelöschte Dateien wiederherstellen

Digital

Wer Dateien gelöscht hat und erst dann merkt, dass er sie eigentlich noch benötigt, hat verschiedene Möglichkeiten, sie zu retten.

Erstens: Suche im Papierkorb

Beim Löschen einer Datei mit der Delete-Taste oder dem Anklicken mit der Maus (rechte Maustaste -> löschen) wandert die Datei erst einmal in den Papierkorb.
Hier bleibt sie, bis der Papierkorb voll ist - dann erst wird die Datei definitiv gelöscht.
Vor diesem Zeitpunkt ist die Wiederherstellung einfach: Die Datei aus dem Papierkorb ziehen oder den Papierkorb doppelklicken, eine Datei auswählen und mit der rechten Maustaste und «Wiederherstellen» wählen.

Zweitens: Software verwenden

Wenn die gelöschte Datei nicht mehr im Papierkorb ist oder der Papierkorb manuell gelöscht wurde, bedeutet das nicht, dass eine Datei unwiderruflich weg ist. Um sie zu retten, ist nun aber eine spezielle Software nötig, ein «Undelete-Programm» oder «Recovery-Tool», das die Festplatte durchsucht nach Daten, die auch nach dem permanenten Löschen noch vorhanden sind. Die Chance, sie in einem noch brauchbaren Zustand zu finden schwindet, je länger der Löschvorgang zurückliegt.

Drittens: Firma beauftragen

Wer weder mit Papierkorb noch spezieller Software Erfolg hat, eine gelöschte Datei aber unbedingt braucht, kann die Festplatte einer Firma geben, die auf Datenrettung spezialisiert ist. Das geht ins Geld und eine 100%-Erfolgsgarantie hat man nicht.

Grundsätzlich: Backup machen!

Wer regelmässig alle seine Dateien sichert in einem Versionsverlauf, also ein echtes Backup anfertigt, ist im Falle einer unbeabsichtigten Löschung entspannt. OS X hat mit «Timemachine» eine gute Backupfunktion eingebaut, Windows kennt mit «Sichern und Widerherstellen» eine ähnliche Funktion.
Komfortabler sind Backup-Programme, die es mit abgespecktem Funktionsumfang sogar kostenlos gibt.

Autor/in: Reto Widmer, Moderation: Michael Brunner