Hilfe, mein Handy bestimmt mein Leben!

Jeder zehnte Smartphone-Benutzer kann morgens nicht mehr aufstehen, ohne vorher einen Blick auf das Gerät zu werfen. Noch viel öfter wird bereits auf dem Arbeitsweg oder am Arbeitsplatz zum Smartphone gegriffen. Es gehört mittlerweile zum Alltag wie Zähneputzen. Doch wo beginnt die Sucht?

Mit dem Handy kann man heute fast alles machen, und man hat es immer dabei. Dies führt zu einer besonders emotionalen Bindung, sagen Medienpsychologen. Das Handy bekomme die Funktion eines «Kuscheltieres».
Bildlegende: Mit dem Handy kann man heute fast alles machen, und man hat es immer dabei. Dies führt zu einer besonders emotionalen Bindung, sagen Medienpsychologen. Das Handy bekomme die Funktion eines «Kuscheltieres». colourbox.com

Wenn eine Person zunehmend ihre Zeit mit telefonieren, SMS verschicken, Klingeltöne und Hintergrundbilder aktualisieren verbringt und sich hierüber zunehmend finanziell überlastet bzw. direkte soziale Kontakte meidet, wird die Nutzung dieses Kommunikationsmediums zur Sucht.

Hinzu kommt ein ständiges Überprüfen, ob ein Anruf oder eine SMS eingegangen ist, und eine starke Unruhe, wenn das Handy nicht verfügbar ist. Ganz im Sinne von: Wer im sozialen Netzwerk nicht präsent und verfügbar ist, existiert nicht, ist nicht interessant.

Welche Folgen hat diese Sucht? Und wie kann man sie erfolgreich bekämpfen? Was tun, wenn man das Handy aus beruflichen Gründen nicht so einfach abstellen kann?

Tipps und Tricks von SRF-Ratgeberpsychologe Markus Zimmermann.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Christine Schulthess