Histaminintoleranz: Was ist dran?

Medizin

Bei einer Histaminintoleranz wird das im Körper produzierte und das durch Nahrungsmittel zugeführte Histamin nicht genügend abgebaut. Man geht davon, dass 1 Prozent der Bevölkerung darunter leidet. Diagnostische Tests gibt es nicht. Nicht alle Ärzte glauben an eine Histaminunverträglichkeit.

Wein, Wurst und Käse
Bildlegende: Wurst und Wein, das lasse sein; bei einer Histaminunverträglichkeit. Colourbox

Peter Schmid-Grendelmeier, Professor für Allergologie am Universitätsspital Zürich zur Histaminunverträglichkeit:

  • Bei der Histaminintoleranz handelt es sich nicht um eine Allergie, sondern um eine Unverträglichkeit. Der Körper reagiert, ein allergischer Schock droht nicht.
  • Den Test schlechthin, um eine Hinstaminintoleranz festzustellen, gibt es nicht.
  • Lassen Sie die Finger von Tests aus dem Internet, diese sind nicht aussagekräftig.
  • Die Beschwerden können sich auf verschiedenste Art äussern: Juckreiz, Hautrötung, Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Erbrechen, Übelkeit), Kopfschmerzen, rote Augen, eine laufende Nase usw.
  • Meiden Sie Fertig- oder Halbfertigprodukte, Wurst- und Charcuteriewaren, Wein und gegorenes Gemüse (Sauerkraut) oder Hartkäse.
  • Achten Sie darauf, nicht eine Mangelernährung zu erleiden. Am besten beraten Sie sich mit einer Ernährungsberaterin.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Bei starken Beschwerden kann er Sie an einen Allergologen überweisen.

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Regula Zehnder