«Ich mach' schnell einen Hotspot auf!»

Ein Hotspot auf dem Smartphone – so funktioniert er.

Ein Mädchen guckt ins Smartphone, während zwei weissharige Personen darauf blicken.
Bildlegende: Schnell einen Hotspot aufmachen und zack! ist das Internet da. Colourbox

Nein, es ist kein touristischer Hotspot. Der Smartphone-Hotspot ist sozusagen der Internetanschluss für die Hosentasche.

Das Smartphone wird zum Router

Er verwandelt das Smartphone in einen Internet-Router, also in das Kästchen, das zuhause den Internetanschluss in der Wohnung bedeutet. Wenn wir also sagen: «Mach' einen Hotspot auf», dann wird aus unserem Smartphone ein W-Lan-Router, womit sich andere Geräte verbinden können und so Zugang zum Internet erhalten.

Dazu müssen wir auf dem Smartphone zwei Dinge festlegen:

  • Der Name des Netzwerks, also die sogenannte SSID
  • Ein Passwort

Der Name kann frei gewählt werden, zum Beispiel «Hosentascheninternet», mit Vorteil aber ein Name, der keinen Rückschluss auf die eigene Person zulässt. Denn diesen Namen sehen alle im «Empfangsgebiet» des Hotspots.

Auch hier gilt: Ein kluges Passwort setzen

Das Passwort ist wichtig, weil sich sonst irgendwelche unbefugte Dritte mit unserem Smartphone-W-Lan verbinden und damit auch unser Datenvolumen des Handy-Abos mitbenutzen können. Sobald Name und Passwort definiert sind, der Hotspot eingeschaltet ist, taucht der Name «Hosentascheninternet» in der Liste der verfügbaren W-Lans auf. Nun können sich Geräte damit verbinden.

So geht der Hotspot auf

Für Android-Smartphones und iPhones ist die Einrichtung eines Hotspots ähnlich. Unter Android ist der Hotspot unter «Einstellungen => Netzwerk und Internet» zu finden, bei iPhones heisst es «Einstellungen => Mobiles Netz». Zusätzlich muss noch «Zugriff für andere erlauben» aktiviert werden. Folgende Links sind die detaillierten Anleitungen für die jeweiligen Smartphone-Betriebssysteme:

Vorsicht beim Datenvolumen

Wichtig zu wissen: Ein Hotspot frisst zweierlei, Batterie und Daten. Besonders bei den Daten ist Vorsicht angebracht, wenn im Handy-Abo kein unbegrenztes Datenvolumen inbegriffen ist. Ein, zwei längere Videos streamen, braucht das Guthaben ziemlich schnell auf.

Gerade bei iPhones kann das ziemlich schnell passieren: Es gibt die Einstellung, dass sich ein anderes Apple-Gerät automatisch mit einem persönlichen Hotspot verbinden soll, wenn gerade kein W-Lan in der Nähe ist. Das kann rasch versteckte Kosten generieren und sollte deswegen bei einem limitierten Daten-Abo deaktiviert werden.

Autor/in: Méline Sieber, Moderation: Michael Brunner