Im Garten keimen bereits einheimische Pflanzen

Einige Samen brauchen Kälte um zu keimen. Es sind sogenannte Kaltkeimer, welche erst nach einem Kältereiz zu spriessen beginnen. Sie enthalten ein keimhemmendes Hormon, welches verhindert, dass die Samen bereits im Herbst keimen.

Bildlegende: Silvia Meister

Erst wenn es genügend lang kalt gewesen ist, wird es abgebaut und ein keimförderndes Hormon übernimmt die Regie. Zu diesen Kaltkeimern gehören viele Alpenblumen und andere einheimische Stauden, wie z.B. die Frühlingsschlüsselblumen, Dunkle Akelei, Diptam, Guter Heinrich, Frauenmantel, Silberdistel, Grosse Sterndolde, Eisenhut, Enzian, Christrose, Pfingstrose, Küchenschelle, Alpenveilchen und viele mehr.

Kaltkeimer werden im Winter ausgesät:

  • Plastiktöpfche voll mit Aussaaterde füllen
  • Aussaaterde mit den Fingern sanft andrücken und in der Mitte eine kleine Vertiefung formen
  • 3-5 Samen von Kaltkeimern hinein streuen
  • Mit Aussaaterde bedecken und wiederum sanft andrücken
  • Etikette mit Pflanzennamen und Aussaatdatum beschriften und dazu steken
  • Mit Wasser gut feuchten

Die Töpfchen mit der Saat nach draussen auf den Balkon oder in ein Gartenbeet stellen und mit einem Gartenvlies bedecken. Das Gartenvlies schützt vor dem Austrocknen und vor Vogelfrass. Saat gut feucht halten.

Ende April können die Jungpflanzen an ihren Standort im Garten oder in einen grösseren Topf ausgepflanzt werden.

Redaktion: Silvia Meister