In den Ferien lauern die Bettwanzen

Seit 2006 steigen die Zahlen von Bettwanzen-Fällen exponentiell an. Treffen kann es einen überall, auch in der Schweiz und auch im Fünf-Sterne-Hotel. Es ist gut, wenn man im Hotelzimmer genau hinschaut und vor allem dafür sorgt, dass die Tierchen nicht mit nach Hause kommen. Sonst wird es teuer.

Bildlegende: SRF

Wenn Sie das Hotelzimmer beziehen:

  • Bevor Sie sich im Hotelzimmer einrichten, stellen Sie Ihren Koffer im Bad in die Badewanne, damit allfällige Wanzen nicht rankommen.
  • Untersuchen Sie das Zimmer nach schwarzen Punkten, also Kotflecken von Bettwanzen. Diese findet man vor allem in Ritzen und Spalten, zum Beispiel in Matratzennähten am Bettgestell, Teppichleisten, Bilderrahmen, Steckdosen etc.
  • Falls Sie verdächtige Punkte finden, verlangen Sie sofort ein neues Zimmer.

Massnahmen während des Aufenthalts:

  • Bettwanzen mögen auch getragene Kleidung. Lassen sie diese deshalb nie offen herumliegen, sondern verstauen sie sie in einem luftdicht verschlossenen Plastiksack.
  • Verschliessen Sie den Koffer und stellen Sie ihn in den Schrank.

Bei Verdacht auf Bettwanzen:

  • Packen Sie den Koffer zu Hause sofort aus, und zwar an der frischen Luft – auf dem Balkon oder auf der Terrasse.
  • Prüfen Sie, ob im Koffer Wanzen als blinde Passagiere mitgereist sind und reinigen Sie alles mit einem feuchten Lappen.
  • Getragene Wäsche sofort bei mindestens 60 Grad waschen. Kleider, die nicht so heiss gereinigt werden können, kann man für eine halbe Stunde bei 50 Grad tumblern oder für mehrere Tage in den Tiefkühler legen.

Bekämpfung:

  • Bettwanzen vermehren sich sehr schnell und machen sich bald auch in anderen Räumen oder sogar anderen Wohnungen breit. Daher sollte man bei einem Befall schnell reagieren.
  • Selbst kommt man gegen Bettwanzen kaum an. Insektengift ist nutzlos, da die Tiere bis zu zwei Wochen ihre Atemklappen verschliessen können.
  • Auch das befallene Zimmer nicht mehr betreten und sie aushungern wollen, hilft nicht. Bettwanzen kommen bis zu einem halben Jahr ohne Nahrung aus. Verspüren sie Hunger, kriechen sie durch Ritzen und befallen andere Zimmer.
  • Tatsächlich helfen kann nur ein professioneller Schädlingsbekämpfer. Er heizt die befallenen Zimmer mit einem Ofen auf 60 Grad, dies für rund zwei Tage. Das tötet die Wanzen ab.

Wer übernimmt die Kosten für die Bettwanzen-Bekämpfung?

  • Eine Behandlung durch den Kammerjäger kostet schnell einmal 1500 Franken pro Zimmer.
  • Die Kosten muss der Hausbesitzer selbst tragen.
  • In einem Mietshaus bezahlt der Mieter, der die Schädlinge eingeschleppt hat.
  • Lässt sich nicht nachvollziehen, wo im Mietshaus der Ursprung des Befalls ist, muss die Vermieterin oder der Vermieter für die Kosten aufkommen.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Maria Kressbach