In-Ear-Kopfhörer: Was kann der kabellose Knopf im Ohr?

Die unauffälligen, kleinen kabellosen Kopfhörer werden immer beliebter. Wir erklären, was sie besser können als andere Kopfhörer – und was nicht.

Kleiner Knopf, was nun?
Bildlegende: Kleiner Knopf, was nun? Imago Images

Kabellose Kopfhörer zum ins Ohr stecken werden ganz einfach per Bluetooth mit dem Smartphone oder einem anderen Gerät verbunden. Je nach Modell der Kopfhörer und des Smartphones geht das unterschiedlich schnell und einfach.

Steht die Verbindung einmal, können die kleinen Kopfhörer mit gutem Sound und einigen nützlichen Funktionen überzeugen. Was sind die Vorteile und was sind die Nachteile gegenüber anderen Kopfhörern?

  • Die kleinen Kopfhörer sind leicht, unauffällig und bequem zu tragen – sodann die Passform fürs eigene Ohr stimmt.
  • Sie vereinen einige interessante Funktionen, doch im Vergleich mit anderen Kopfhörern sind sie oft ein Kompromiss: Grössere Modelle bieten den besseren Sound oder die bessere Geräuschunterdrückung; Modelle mit einem Bügel ums Ohr sind besser geeignet für den Sport oder vollständig wasserdicht; mit einem Kabel miteinander verbundene In-Ear-Kopfhörer lassen sich leichter bedienen.
  • Einige neue Modelle verfügen über die Noise-Cancelling-Technologie: Der Kopfhörer analysiert die Aussengeräusche und schickt ein gegenpoliges Signal ins Ohr, das den Lärm von aussen so gut wie möglich auslöscht.
  • Im Gegensatz dazu kann der sogenannte Transparenz-Modus bei einigen Geräten zusätzlich zur eigentlichen Soundquelle auch Geräusche von aussen ins Ohr schicken. So ist nicht nur der abgespielte Sound zu hören, sondern auch die Umgebung.
  • Modelle mit Geräuschunterdrückung verbrauchen mehr Batterie als solche ohne. Gute Kopfhörer mit Noise Cancelling verfügen über eine Batterielaufzeit von mindestens fünf Stunden, ohne Noise Cancelling von mindestens 10 Stunden.
  • Ist die Batterie einmal leer sind, die die Kopfhörer nur noch zwei nutzlose Plastik-Pfropfen. Viele Modelle werden aber mit einer kleinen Aufbewahrungsbox geliefert, in der sich die beiden Kopfhörer aufladen lassen. Das geht recht schnell: Fünf Minuten in der Box reicht bei einigen schon für weitere 90 Minuten Einsatz.
  • Wer während dem Aufladen in der Box weiter Musik oder Podcasts hören will, kann erst nur den einen und danach den anderen Kopfhörer aufladen.
  • Eine gute Passform ist bei kabellosen In-Ear-Kopfhörern noch wichtiger als bei anderen Modellen: Fällt einer der Kopfhörer aus dem Ohr, kann er schnell verloren gehen, weil er mit keinem Kabel mehr an den anderen gebunden ist.
  • In den meisten kabellosen Modellen ist ein Mikrofon eingebaut, dank dem die Kopfhörer auch zum Telefonieren gebraucht werden können. So lässt sich auch der Sprachassistent des Smartphones aufrufen und kann zum Beispiel zur Steuerung der Kopfhörer gebraucht werden.
  • Ausserdem lassen sich die kleinen Kopfhörer durch Antippen oder Drücken steuern oder verfügen über kleine Funktionsknöpfe. Für manche einige Modelle gibt es auch eigene Smartphone-Apps zur Steuerung.
  • Besonders wichtig: Im Gespräch mit anderen Leuten sollten die Kopfhörer sofort aus dem Ohr genommen werden. Alles andere ist furchtbar unhöflich.

Autor/in: Jürg Tschirren, SRF Digital