Kartoffelstock auf dem Rennvelo?

Kohlenhydrat-Gels sind beliebte Energiespender im Ausdauersport. Aber ein kulinarisches Highlight sind sie nicht. Amerikanische Forscher wollen eine Alternative gefunden haben: Kartoffelstock. Liefert Energie, schmeckt, nährt. Aber er belastet die Verdauung.

Grafik: Rennvelo mit Kartoffelrädern
Bildlegende: Kartoffeln seien genauso effizient wie Sportlernahrung, sagen amerikanische Wissenschaftler. Ihre Forschung wurde von der «Alliance for Potato Research and Education» unterstützt. illinois.edu/ Grafik von Michael Vincent

Klar, Kartoffeln liefern von Natur aus viele Kohlenhydrate. Und diese schnelle Energie wird bei intensiven Ausdauersportarten gebraucht. Doch um dieselbe Menge Kohlenhydrate aufzunehmen, wie in einem Energie-Gel enthalten ist, braucht es eine grosse Portion: über 300 Gramm Kartoffel enthalten gleich viele Kohlenhydrate wie eine Tube Gel.

Hobbysportler brauchen keine zusätzliche Energie

Diese – auch in Form von Kartoffelstock – aufzunehmen, belastet die Verdauung. Mehr als ein künstliches Gel die Verdauung belastet. Es kommt zu Blähungen und Schmerzen. Deshalb ist der Kartoffelstock auf dem Rennvelo in der Praxis doch nicht so ideal.

Hobbysportler können ihren Kohlenhydratbedarf durch eine normale, ausgewogene Ernährung decken. Wer viel Sport treibt, kann etwas mehr Kohlenhydrate ertragen. Ausschlaggebend für eine sportliche Verbesserung ist noch immer das Training. Das richtige Essen liefert dazu nur einen kleinen Teil. Allerdings kann eine schlechte Ernährung schnell alles wieder kaputt machen.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Brigitte Wenger