Kauftipps für den richtigen Wanderschuh

Man probiert im Laden ein Paar Wanderschuhe und findet sie bequem. Und dann das: Auf der ersten Wanderung mit den neuen Schuhen kann man die Natur nicht geniessen, weil jeder Schritt zur Qual wird. Das lässt sich einfach vermeiden. Indem man Schuhe richtig probiert und sich dafür viel Zeit lässt.

Bildlegende: Keystone

Blasen an den Fersen, blaue Zehennägel. So geht die Wanderlust schnell verloren. Und man ärgert sich, weil man viel Geld für scheinbar den falschen Wanderschuh ausgegeben hat. Das muss nicht sein, nämlich dann, wenn man bereits beim Schuhkauf gut überlegt und folgende Tipps beachtet:

  • Bevor Sie in den Laden gehen, überlegen Sie sich, was für Wanderungen Sie vorhaben. Aufgrund des Wanderschuh-ABCs finden Sie dann einfach heraus, welcher Schuh für Sie richtig ist (siehe Tabelle unten). Grundsätzlich kann man sagen: Je anspruchsvoller die Wanderungen, umso höher und fester muss der Schuh sein.
  • Leder oder synthetisch? Auch diesen Entscheid können Sie bereits vor dem Ladenbesuch fällen. Beide haben Vor- und Nachteile: Ein synthetischer Wanderschuh ist gut geeignet für feuchtes Wetter, denn er hält das Wasser ab und trocknet schnell. Ist es aber heiss, beginnt man in diesen Schuhen schnell zu Schwitzen. Bei Lederschuhen ist der Luftaustausch besser, dafür sind sie nicht wasserdicht. Hinzu kommt: Ein Lederschuh ist schwerer und teurer.

Im Laden:

  • Kaufen Sie Wanderschuhe am Nachmittag. Dann sind die Füsse grösser als am Morgen.
  • Nehmen Sie zum Probieren Socken mit, die Sie dann auch zum Wandern tragen werden.
  • Falls Sie sehr bequeme, alte Wanderschuhe haben, nehmen Sie diese mit. Das hilft dem Verkäufer bei der Beratung.
  • Haben Sie einen Schuh an, stellen Sie sicher, dass die Ferse gut fixiert ist und Sie auf der Seite guten Halt haben. Der Fuss darf im Schuh nicht rutschen, gleichzeitig darf es aber auch nirgends drücken.
  • Wichtig ist auch genug Platz für die Zehen (ca. 1 cm), da sie sonst beim Bergablaufen vorne anstossen.
  • Lassen Sie sich unbedingt eine halbe Stunde Zeit und probieren Sie den Schuh aus. Dazu gehört zwingend: bergauf und bergab laufen, Treppen steigen, auf die Zehenspitzen stehen, auf die Fersen stehen, schnell laufen und abrupt abbremsen. Gute Fachgeschäfte haben dafür extra einen Test-Parcours eingerichtet. Hat es das nicht, suchen Sie sich selbst eine geeignete Teststrecke.

 

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Maria Kressbach