Krampf beim Baden: Ruhe bewahren!

Die Ursache für einen Krampf im Wasser kann ganz simpel sein: Eine schleche Vorbereitung der Muskulatur vor dem Schwimmen, zu kaltes Wasser, eine schnelle Belastungssteigerung zum Beginn oder viele ungewohnte Bewegungen reichen – und schon ist der Krampf da. Dann heisst es Ruhe bewahren.

Frau schwimmt auf dem Rücken. Lässt sich treiben.
Bildlegende: Hat man einen Krampf, heisst es Ruhe zu bewahren und eine andere Schwimmposition einnehmen. Sich treiben lassen. Der Krampf geht vorbei. Colourbox

Silvan Bucheli, Rettungsschwimmer empfiehlt:

  • Eine gesunde kritische Selbsteinschätzung ist am wichtigsten. Kann ich diese Strecke schwimmen oder nicht?
  • Je kälter das Wasser, umso kürzer der Aufenthalt.
  • Den Krampf gibt es in der Wade, im Oberschenkel oder in den Fingern (die werden zur Faust).
  • Gibt es vor allem in sehr kalten Gewässern, wenn man vorher stark geschwitzt hat, untrainiert ist oder andere Muskeln als sonst gebraucht.
  • Eine andere Schwimmlage einnehmen und sich treiben lassen und versuchen den Krampf zu lösen. Der Krampf geht wieder vorbei. Ruhe bewahren.
  • Versuchen zu entspannen. Über Wasser bleiben, sich orientieren, in anderer Position weitertreiben (Floaten).
  • Vorbeugend: Nicht in kalten Gewässern schwimmen (Bergesee). Kurz untertauchen reicht als Abkühlung.
  • Bei kaltem Wasser nur so weit rausschwimmen, wie man stehen kann. Gilt auch bei warmem Wasser.
  • Nach Möglichkeit nie alleine ins Wasser.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Regula Zehnder