Laufmusik: Power über die Ohren

Fit und Gesund

Musik kann motivieren und Musik kann ablenken. Wer die richtige Musik mit dem richtigen Tempo findet, kann die Intensität seines Lauftrainings erhöhen oder bremsen. Entscheidend ist die Anzahl Schläge pro Minute oder «beats per minute» bpm.

Jogger mit Kopfhörern im herbstlichen Wald.
Bildlegende: Wer mit Musik läuft, bewegt sich in einer eigenen Welt. Für die Trainingsintensität kann das förderlich oder bremsend sein. colourbox.com

Sie stehen quasi am Berg: Dieser letzte Aufstieg schaffen Sie sicher nicht mehr! Warum muss diese Laufrunde auch immer mit dem steilsten Stück enden? Und genau in diesem Moment kommt ihr Powersong, schon mit den ersten Takten spüren Sie, dass Sie es heute doch schaffen könnten...

140, 160, 180 bpm?

Eine gute Laufmusik zeichnet sich dadurch aus, dass die Beine den Takt des Liedes übernehmen. Pro Schlag, pro «beat», ein Schritt. Ist Ihnen «Viva la vida» von Coldplay zu gemütlich? Dann versuchen Sie es mal mit «Happy» von Pharrell Williams. Oder gar mit «This is the life» von Amy Macdonald? Dann sind Sie etwa so aktiv unterwegs wie der ehemalige Marathon-Spitzenläufer Viktor Röthlin.

«Viva la vida» hat 138 bpm, das sind 138 Schritte pro Minute. Das Lied animiert zu einer lockeren, gemütlichen Laufrunde. Will man das Tempo erhöhen indem man seine Schrittfrequenz erhöht, kann «Happy» (160 bpm) oder «This is the life» (188 bpm) unterstützend wirken.

Vor lauter Musik die Umgebung nicht vergessen!

Aber passen Sie auf: Mit der Motivation, der Ablenkung und dem Metronom hört man seine eigenen Körpersignale nicht mehr so gut, man läuft vielleicht auch trotz müden Beinen. Ausserdem überhört man Autos, Menschen, Hunde oder die schönen Geräusche der Natur.

Wie findet man nun die passende Laufmusik? Wer googelt, findet zum Beispiel jog.fm. Eine Seite, die Musik nach bpm auflistet oder ganze Playlists vorschlägt. Hier kann man auch Lieder nach der eigenen Kilometer-Zeit suchen. Und dann kommt es natürlich auf den eigenen Musikgeschmack an.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Brigitte Wenger