Mehr Biodiversität dank Schnittgut!

Im Winter und Vorfrühling werden Bäume und Sträucher geschnitten und das dabei anfallende Schnittgut ist sehr wertvoll für die Biodiversität. Denn mit diesem Material können an verschiedensten Standorten Nischen und Verstecke gebaut werden, welche ungestört über Jahre bleiben. 

Mehr Biodiversität dank Schnittgut!
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Zuerst wird das Schnittgut in dickes, mittleres und dünnes Holz sortiert und stacheliges und dornenreiches Material wird separiert.
Denn an schattigen, feuchten Standorten leben andere Kleintiere als an sonnigwarmen und trockenen Standorten. Aus dem Schnittgut ergeben sich zahlreiche Verstecke für verschiedenste Kleintiere:

  • grobes, dickes Holz an einer Wand zu einer Beige aufbauen: im unteren Bereich Nischen für Igel einplanen (30x30cm und 15cm hoch), beim aufbauen darauf achten, dass möglichst viele grössere und kleinere Hohlräume und Nischen als Überwinterungsorte für Fledermäuse entstehen
  • grobes, dickes Holz an sonnigem und warmen Standort wird mit den Jahren mürbe und bietet Nistmöglichkeiten für die Grosse Holzbiene und im Boden unter der Holzbeige fühlen sich Blindschleichen wohl
  • grobes, dickes Holz oder Äste zwischen zwei Sträuchern im Halbschatten oder Schatten aufbeigen, sie verrotten langsam und in den Nischen darunter verstecken sich tagsüber gerne Erdkröten
  • dünne Zweige an der Sonne aufbeigen, darin verstecken sich Spinnen, Käfer
  • mittlere und dünne Äste häckseln und Häckselguthaufen im Schatten verrotten lassen, darunter verstecken sich Asseln und Molche
  • mit den mittleren und dünneren Zweigen Wellen binden, damit lassen sich Zäune, Sichtschutz und vieles mehr gestalten
  • mit den dornigen und stacheligen Zweigen Lesesteinhaufen bedecken, damit die darin vorkommenden Eidechsen vor Katzen geschützt sind oder mit Brombeerranken Bäume umranken, auf denen Vögel nisten

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Silvia Meister