Palliativ-Betreuung zuhause

80 Prozent der Menschen möchten ihre letzte Lebenszeit möglichst bis zum Tod in ihrer vertrauten Umgebung zuhause verbringen. Aber nur etwa 20 Prozent gelingt das. Häufig fehlt es an der richtigen Betreuung.

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Schwerkranke Menschen brauchen mehr oder weniger Unterstützung, wobei der Bedarf mit fortschreitender Krankheit zunimmt. Doch vielen Patienten fällt es schwer, in der letzten Lebensphase zunehmend an Unabhängigkeit zu verlieren und Hilfe anzunehmen. Deshalb ist wichtig: Die Hilfe sollte sich immer nach den Bedürfnissen und Wünschen des Kranken richten.

Spitex
Die Betreuung umfasst je nach Bedarf Grundversorgung in der Körper- und Krankenpflege und im Haushalt. Zudem stehen je nach Region zusätzliche Dienstleistungen zur Verfügung wie Lieferung von Mahlzeiten, Fahrdienst, Nachtwache oder Ergotherapie.

Onko-Spitex
Sie ergänzt die lokale Spitex mit Fachwissen und medizinischen Massnahmen und wirkt als Schnittstelle zwischen Patient, Spitex, Ärzten und Angehörigen. Die Onko-Spitex ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Auskunft erteilen die örtliche Spitex oder die kantonale Krebsliga.

Angehörige
Familienmitglieder, Freunde und Bekannte möchten häufig helfen. Wichtig dabei ist, den Kranken zu fragen, was er braucht und diese Wünsche zu respektieren. Klare Abmachungen eines Zeitfensters für Hilfeleistungen erleichtern dem Kranken und dem Helfenden die Situation.

Trotzdem fühlen sich Angehörige häufig mit der Situation überfordert. Eine normale Reaktion, die kein schlechtes Gewissen machen sollte. Es empfiehlt sich aber, das offene Gespräch mit der örtlichen Spitex, der Onko-Spitex, der kantonalen Krebsliga oder dem Sozialdienst zu suchen.

Moderation: Ladina Spiess, Redaktion: Lilo Wicki