Pfingstrosenstrauss für das Pfingstwochenende

Die ersten blühenden Pfingstrosen im Garten sind meistens die Bauernpfingstrosen (Paeonia officinalis) in der Sorte «Plena». Es sind sehr alte, gefüllte Sorten, nachweislich seit 1561 in Kultur.

Im Mittelland, in den Voralpen und im südlichen Tessin kommt die einfach blühende Pfingstrose (Paeonia officinalis) wild vor. Seit dem 18 Jahrhundert sind auch gefüllt blühende chinesische Sorten in den Gärten und neuerdings kommen Strauchpfingstrosen hinzu.

So binden Sie einen Blumenstrauss mit Pfingstrosen

  • Erst schneiden, wenn die grosse, kugelige Knospe kurz vor dem Aufbrechen ist, d.h. wenn man die leuchtenden Blütenblätter zwischen den grünen Hüllblättern aufscheinen sieht.
  • Blütenstiele genügend lang abschneiden, denn der Stängel wird nachgeschnitten.
  • Zum Nachschneiden ein scharfes Messer verwenden, so bleiben die Wasserleitungsbahnen intakt.
  • Den Stängel schräg anschneiden und evtl. das unterste Blatt entfernen.
  • Ab und zu den Stängel schräg nachschneiden und das Wasser wechseln.

Zu früh geschnittene Knospen blühen nicht auf. Im Garten haben Pfingstrosen manchmal eifrige Helfer, welche ihnen zum aufblühen verhelfen: Die grünen Hüllblätter, welche die Knospe umschliessen, sind mit süssem Pflanzensaft verklebt. Der Zuckersaft entspringt den Kelchblättern und wird dann von feinen Härchen von der Pflanze abgesondert, so dass der auskristallisierte Zucker aussen an den Blüten klebt. Manchmal sondert die Pflanze so viel Zucker ab, dass die Blüten verkleben und sich nicht öffnen können. Dies lockt Ameisen an, welche den Zucker fressen. Ameisen schützen die Pfingstrose vor Schädlingen, indem sie deren Eier, Larven und Räupchen in ihr Nest schleppen und an ihre Brut verfüttern. Sind die Pfingstrosen-Knopsen in der Vase klebrig, so werden sie sanft mit einem feuchten Lappen abgewischt.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Silvia Meister