Sauber und schonend grillieren ohne Gesundheitsrisiko

Richtiges Grillieren will gelernt sein. Wer strikt die Hygieneregeln einhält, sauber arbeitet und schonend gart, macht bereits Vieles richtig, damit der gemütliche Abend im Garten nicht ungemütlich im Spitalbett endet.

Grillgut in Aluschalen am Grillieren.
Bildlegende: Grillieren in Aluschalen blockiert den Rauch und verhindert, dass Fett ins Feuer tropft. Colourbox

Putzen ist das A und O beim Grillieren. Verkohlte Rückstände am Grillrost vom letzten Znacht können Schadstoffe bergen. Der Rost muss blitzblank sein. Aber Vorsicht: Wer eine Drahtbürste benutzt, sollte darauf achten, dass keine Drahtteilchen abfallen. Wenn diese ins Grillgut gelangen, können sie zu inneren Verletzungen führen. Eine Studie aus den USA weist solche Fälle nach.

Weiter gilt: Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte sollte man so lange kühl stellen, bis sie auf den Grill kommen. Für ein Grillvergnügen ohne gesundheitliche Folgen müssen strikte Hygieneregeln eingehalten werden. Poulet, Bratwurst und Gemüsespiess schützt man am besten mit Grillschalen oder einer Aluminiumunterlage vor schädlichem Rauch und verbranntem Fett.

Hygiene-Tipps fürs Grillieren

  • Bevor man grilliert: Grillrost von Rückständen befreien.
  • Achtung: Drahtbürste hat Tücken. Einzelne Drahtstückchen können sich lösen und ins Grillgut gelangen. Alternative: Abwaschen mit Kaffee, Abreiben mit zerknüllter Alufolie.
  • Frische Lebensmittel unbedingt sofort kühlen. Tiefgekühlte Ware im Kühlschrank auftauen. In der Hitze gedeihen Schädlinge und Keime.
  • Salmonellengefahr beim Berühren von rohem Fleisch: Unbedingt Hände waschen, verschiedene Teller und Besteck für Rohes und Grilliertes verwenden.
  • Holzkohlegrills sind etwas schadstoffanfälliger als Elektro- und Gasgrills. Deswegen: So lange einfeuern, bis aus der Glut kein Rauch mehr aufsteigt.
  • Fleisch sollte mindestens bei 70 Grad Celsius gebraten werden. Diese Temperatur zerstört die Keime.
  • Vor allem Poulet oder Würste ganz durchgaren.
  • Achtung: Fleisch, Fisch und Gemüse nicht verkohlen lassen: In den schwarzen Stellen bilden sich krebserregende Stoffe. Verkohltes vor dem Verzehr wegschneiden.
  • Alufolie und Grillschalen sind zu empfehlen, weil weder Fett noch Fleischsaft ins Feuer tropfen können. Dabei bilden sich Schadstoffe, die durch den Rauch ans Grillgut gelangen.
  • Um die Tropfgefahr zu vermindern, nicht mit Bier ablöschen oder ständig mit Marinade bepinseln. Mageres Fleisch wie z.B. Geflügel ist gesünder.
  • Einweg-Grills sind nicht zu empfehlen, weil der Abstand zwischen der Holzkohle und dem Grillgut zu klein ist.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Noëmi Gradwohl