Schwierige Patienten und unsensible Ärzte

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Arzt? Wenn nein, liegt das am Arzt oder an Ihnen? Hätten Sie sich besser auf den Arztbesuch vorbereiten sollen? Oder ist das gar belehrend, wenn man dem Arzt selber recherchierte Studien mitbringt?

Pateintin spricht mit Arzt
Bildlegende: Notieren Sie die Fragen für den Arzt nicht erst im Wartezimmer, sondern zu Hause. Colourbox

«Für die Heilung braucht es immer zwei Ärzte. Den äusseren, den richtigen Arzt, den Doktor, und den eigenen Arzt im Innern», sagt Gerd Nagel von der Stiftung für Patientenkompetenz.

Für das Gespräch Arzt – Patient empfiehlt der Experte:

  • Notieren Sie sich vor dem Arztbesuch Ihre Fragen.
  • Sortieren Sie Ihre Fragen nach Wichtigkeit.
  • Bitten Sie den Arzt, sich zwei Minuten Zeit zu nehmen für die wichtigste Frage. Sagen Sie ihm aber auch, dass Sie einen ganzen Haufen Fragen haben.
  • Stellen Sie Ihre Frage kurz und prägnant. Holen Sie nicht unnötig bei Adam und Eva aus.
  • Das Arzt-Patientenverhältnis ist ein Vertrauensverhältnis. Vertrauen Sie Ihrem Arzt. Und fragen Sie ihn, bei wem Sie zum Beispiel eine Zweitmeinung einholen könnten.
  • Es ist absolut in Ordnung, wenn Sie sich über Ihr Leiden im Internet informieren. Vertrauen Sie aber auch Ihrem Arzt. Belehren Sie ihn nicht.
  • Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr. Befolgen Sie Therapieanweisungen. Andernfalls: Stehen Sie dazu, wenn Sie zweifeln.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Regula Zehnder