Schwitzen: Ab wann ist es ungesund?

Medizin

Die Nation schwitzt in diesen Tagen. Und das ist auch gut so, sagt Christoph Schlapbach, Professor für Dermatologie am Berner Inselspital. Schwitzen regelt unsere Körpertemperatur. Im Gegensatz zu Tieren können wir, dank des Schwitzens, sogar in der Hitze einen Marathon rennen.

Mensch schwitzt und trinkt
Bildlegende: Gerade wer schwitzt braucht Flüssigkeit. Keine Bange, dass sie mehr schwitzen, weil sie viel trinken. Colourbox

Schwitzen ist, auch wenn es in der Sauna gut tut, im Sommer unterwegs eher unangenehm. Schwitzen ist die relevanteste Funktion des Körpers und reguliert unseren Wärmehaushalt.

Ein paar Tipps:

  • Wer schwitzt, muss trinken. Mehr trinken kurbelt die Schweissproduktion nicht an. Im Gegenteil: Wer schwitzt und nicht trinkt, dehydriert. Der Mensch kann bis 3 Liter pro Stunde schwitzen.
  • Leichte Kleidung, kein scharfes Essen, mässig Kaffee helfen etwas gegen das Schwitzen.
  • Das Rasieren der Achselhöhlen hilft vor allem der Umgebung. Die Region dort ist sauberer. Entsprechend bildet sich weniger Schweissgeruch.
  • Viele Deos enthalten Aluminium. Kein Wunder, Aluminium verstopft die Schweissdrüsen, was das Schwitzen im Sommer erträglicher machen kann.
  • Aluminium ist in hohen Dosen ein Nervengift. Unter den Achseln ist die Körperstelle relativ klein.
  • Unmittelbar nach dem Rasieren kein Deo auftragen. Gereizte Haut hat keine Hautbarrieren, Schadstoffe können eindringen.
  • Warum nicht ein Sommer- oder Hitzedeo mit Aluminium verwenden, den Rest des Jahres eines ohne?
  • Wenn Deo mit Aluminium, dann kein Spray. Sonst bekommt man Alu auch noch via Nase verabreicht. Besser einen Stick oder einen Roll-On verwenden.
  • Schwitzen Sie im Sommer und im Winter überdurchschnittlich, empfiehlt sich eine Abklärung durch den Hausarzt oder den Dermatologen.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Regula Zehnder