Seiligumpe ist simpel und effizient

Fit und Gesund

Schnell, fordernd, effizient, überall und jederzeit: Das Springseil passt als Instant-Sportgerät in die heutige Zeit. Anfänger erleben bald Erfolgserlebnisse und tun sich dabei etwas Gutes. Denn Seilspringen ist ein Ganzkörpertraining, stärkt die Knochen und fördert die Koordination.

Frau beim Seilspringen
Bildlegende: Für Muskeln, Knochen und die Koordination: das Seilspringen. colourbox.com

Folgende Punkte müssen beachtet werden:

Das passende Seil

  • Länge: Die Länge des Seils hängt von der Körpergrösse und der Technik ab. Stehen Sie mit einem Fussballen auf die Mitte des Seils. Ziehen Sie die beiden Enden vor Ihrem Körper hoch. Die beiden Seilenden (ohne Griffe) sollten etwa bis zum Solarplexus ragen, also dem Dreieck unter der Brust, wo die beiden Rippenbögen zusammenfinden. Mit dem fortschrittlichen Können wird die Armbewegung effizienter und damit kann das Seil gekürzt werden. Ein kürzbares Seil ist also von Vorteil.
  • Material: Kunststoffseile sind Allrounder, Seile aus Schnur oder Leder sind für Nostalgiker, Seile aus Draht sind schwer und schwingen daher schnell. Für Anfänger und Kinder eignen sich sogenannte «Beads». Das sind Seile, auf die Kunststoffhülsen wir Perlen auf eine Perlenkette aufgezogen sind. Diese formen sich beim Schwingen ideal.

Richtig seilspringen

  • Fussarbeit: Beginnen Sie mit dem beidbeinigen Sprung. Springen Sie mit beiden Beinen gleichzeitig ab den Fussballen ab und landen Sie auch wieder auf den Fussballen. Das Seil berührt den Boden leicht, wenn es unter Ihnen durchschwingt.
  • Intensität: Beginnen Sie mit einer halben Minute oder einer Minute Seilspringen. Steigern Sie die Länge, sobald dies problemlos geht. Achtung: Seilspringen ist anstrengender als es aussieht.
  • Varianten: Einbeinig springen, einbeinig abwechselnd, Laufschritt, Hampelmann, Fersen zum Gesäss ziehen, rückwärts schwingen, «Double under» (das Seil geht bei einem Sprung zweimal unter Ihnen durch), «Arm Cross Over» (Sie kreuzen die Arme vor Ihrem Körper) – die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Fehler vermeiden

  • Zu hoch hüpfen: Wenn Sie zu hoch hüpfen, brauchen Sie mehr Energie als nötig.
  • Zu viel Armbewegung: Die Armbewegung wird mit der Übung effizienter, daher verkürzt sich mit der Zeit auch die Seillänge. Wird zu viel mit den Armen gearbeitet, kann sich die Schulterpartie verspannen.
  • Fussgelenk: Landen und springen Sie auf den Fussballen ohne die Ferse auf den Boden zu knallen. Achtung: Das ist anstrengend für die ganze Fussgelenkstruktur.
  • Anstrengung: Beginnen Sie klein und steigern Sie die Intensität je nach Ihrem Fortschritt.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Brigitte Wenger