Selbstmassage: effizient, gut, günstig

Die Regeneration ist ein wichtiger Teil des Sportprogramms. Zur Regeneration gehört auch die Lockerung verkrampfter Muskelpartien, die Massage. Doch dafür braucht es nicht unbedingt ein Wellnesshotel. Auch die eigenen beiden Hände oder handliche Hilfsmittel helfen.

Frau massiert sich mit Faszienrolle.
Bildlegende: Die Faszienrolle – oder alternativ ein Wallholz – sorgt für eine bessere Durchblutung des schmerzempfindlichen Bindegewebes. Imago

Die Tipps von Gesundheits-Redaktorin Brigitte Wenger

  • Aufwärmen: Wärmen Sie die zu behandelnde Muskelpartie vor der Massage auf mit Bewegung, einem Bad oder durch Reibung der Handflächen.
  • Schmiermittel: Verteilen Sie Öl oder Creme auf den Handflächen und reiben Sie die Muskeln damit ein.
  • Verhärtete Muskulatur: Suchen Sie mit den Fingerspitzen Verhärtungen und Schmerzen und drücken Sie Ihre Finger oder Handballen tief ins Gewebe ein. Ein oberflächliches Hautverschieben bringt nichts. Triggerpunkte schmerzen häufig nicht nur an der Stelle, sondern auch entfernt (Nackenverspannungen verursachen Kopfschmerzen). Suchen Sie den Schmerz, der aushaltbar ist, und lösten Sie den Druck erst, wenn der Schmerz nachlässt.
  • Punktueller Schmerz: Sind die Finger nicht stark genug, können Sie punktuell auch mit einem Tennis- oder ein Golfball nachhelfen.
  • Flächiger Schmerz: Die Faszienrolle, eine harte Schaumstoffrolle, oder ein Wallholz können flächige Muskeln, wie die Oberschenkmuskulatur, ausrollen.
  • Vorsicht: Eine Massage beseitigt weder die Ursache von Schmerzen noch ersetzt sie fehlende Bewegung oder eine medizinische Behandlung. Muskelverletzungen sollten nicht massiert werden. Nach einer Massage sollten Sie sich besser fühlen als zuvor.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Brigitte Wenger