Selbstüberschätzung: Fluch oder Segen?

Wer sich selber überschätzt, traut sich auch mehr zu und verzichtet nicht aus lauter falscher Angst auf etwas. Jedoch kann eine Fehleinschätzung auch gefährlich werden. Welches ist also das richtige Mass?

Selbstüberschätzung: Häufig werden persönliche Erfolge dem eigenen Können zugeschrieben und Misserfolge eher den äusseren Umständen.
Bildlegende: Selbstüberschätzung: Häufig werden persönliche Erfolge dem eigenen Können zugeschrieben und Misserfolge eher den äusseren Umständen. colourbox

SRF-Ratgeberpsychologe Markus Zimmermann zeigt auf, wo die Selbstüberschätzung hilft und wo sie uns gefährdet. «Selbstüberschätzung ebnet den Weg in die Chefetage», so ein oft gehörtes Zitat. Selbstüberschätzung ist eine Form der kognitiven Verzerrung, bei der es zu einer Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten und Ausdauer kommt.

Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass Selbstüberschätzung im Gehirn verankert sei. Depressiven etwa würde diese Anlage fehlen. Herausgefunden haben die Forscher auch, dass uns die Eigenschaft der Überbewertung der eigenen Stärken dabei hilft, positiv und hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Die Selbstüberschätzung soll uns also besser auf bevorstehende Herausforderungen vorbereiten und somit sogar überlebenswichtig sein.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Christine Schulthess