Sicher wandern: Die Kuhweide ist kein Streichelzoo

Nicht selten führt ein Wanderweg über eine Kuhweide. Und immer wieder kommt es zu Zwischenfällen: Mutterkühe schützen ihre Kälber vor Wanderern und greifen diese an.

Mann wandert durch eine Kuhweide.
Bildlegende: Wer auf einer Wanderung ein Kalb streichelt, begibt sich in Lebensgefahr. Keystone

Für Heinz Feldmann, Sicherheitsfachmann für das Alpgebiet bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) lautet die goldene Regel: «Auf Weiden keine Tiere streicheln.» Denn eine Mutterkuh, die mehr als eine halbe Tonne wiegt, versteht in diesem Fall keinen Spass. Wer ein Kalb streichelt begibt sich mitunter in Lebensgefahr.

Wichtig ist für Feldmann auch, dass man auf einer Kuhweide erst einmal stehen bleibt und sich einen Überblick verschafft. Es gilt, sich stets die Möglichkeit zu sichern, der Herde ausweichen zu können, so der Fachmann.

«Am besten macht man einen kleinen Umweg, statt durch die Herde zu wandern. Und sonst gilt: Langsam weitergehen, damit sich die Tiere an den Wanderer, der ein Eindringling ist, gewöhnen können.»

Wer mit dem Bike unterwegs ist, soll sich wie ein Wanderer verhalten. Das heisst: Absteigen und langsam über die Weide gehen und dazu das Fahrrad schieben. Hat man Walkingstöcken dabei, nicht damit herumfuchteln oder damit auf die Kühe zeigen.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Regula Zehnder