Silberfischchen: Freund oder Feind?

Morgens im Badezimmer kann es schon mal vorkommen, dass man unerwarteten Besuch kriegt. Plötzlich flitzt ein kleines silbergraues Tier über den Boden. Silberfischchen gehören zu den unerwünschten Untermietern vieler Haushalte. Doch eigentlich sind Silberfischchen auch nützlich.

Silberfischchen fühlen sich in Räumen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 Prozent am wohlsten.
Bildlegende: Silberfischchen lassen sich mit einfachen Mitteln bekämpfen. Colourbox

Auch wenn wir uns vor ihnen ekeln: In gewisser Hinsicht sind die nachtaktiven Tiere auch sinnvoll. Das müssen Sie über die Tierchen wissen:

  • Der Befall von Silberfischchen ist kein Zeichen für Unsauberkeit. Sondern die Tatsache, dass eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung besteht.
  • Silberfischchen vertilgen den Kot von lästigen Hausmilben und fressen Schimmelpilze.

So bekämpfen Sie Silberfischchen richtig:

  • Richtiges Lüften hilft: Betroffene Räume zwei bis dreimal täglich durchlüften.
  • Fenster nicht kippen, sondern ganz öffnen.
  • Feuchtes Badezimmer: Nach dem Duschen feuchte Handtücher und Badematten ausserhalb des Raumes trocknen und Türe offen lassen.
  • Esswaren nicht herum liegen lassen: Silberfischchen mögen Kohlenhydrate.
  • Silberfischchen lieben Süsses: Zucker oder Mehl auf feuchtes Tuch streuen. Es lockt sie an und man kann sie gut einfangen.
  • In Ritzen, offenen Fugen und Rissen in Wänden fühlen sich die Tiere besonders wohl: Die Stellen möglichst verschliessen, so kommen die Silberfischchen nicht in den Genuss zu bleiben.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Sirio Flückiger