So benimmt man sich auf dem Friedhof

Bis vor wenigen Jahren galten Friedhöfe genauso wie Kirchen als sakrale Orte. Deshalb durfte man auf einem Friedhof nicht laut sein, weder spielen noch laufen. Aber die Zeiten haben sich geändert: Heute darf der Friedhof durchaus für Freizeitaktivitäten genutzt werden.

Ein junger Mann ist auf dem Weg eines Friedhofs unterwegs.
Bildlegende: Ruhige Freizeitaktivitäten darf man heute auf dem Friedhof ausüben. Colourbox

Die Benimmregeln auf Friedhöfen sehen heute anders aus als früher. Friedhöfe werden nicht mehr nur von Trauernden aufgesucht, sondern auch von Erholungsuchenden.

Vor allem in den Städten übernehmen die Friedhöfe immer mehr die Funktion von Stadtparks. Man kann dort lesen, spazieren, joggen, velofahren, picknicken, plaudern oder einfach die Ruhe und die Natur geniessen.

Dank der Zunahme von Urnen- und Gemeinschaftsbestattungen gibt es auf den Friedhöfen mehr Platz als früher. Statt nun Teile des Friedhofs zu überbauen, begrüssen es die meisten Friedhofbehörden, wenn die Bevölkerung den Friedhof als Grünoase, zur Naturbeobachtung oder für ruhige Sportarten nutzt.

Einzig Hunde haben auf den meisten Friedhöfen keinen Zutritt. Zudem würden sich Trauernde durch laute Ballspiele, laute Musik und lautes Telefonieren gestört fühlen. Was genau auf einem Friedhof verboten ist, steht in der Regel im Eingangsbereich angeschrieben.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Anne-Käthi Zweidler