So schützen Sie sich vor Wespen

Nach dem milden Frühling und dem heissen Juli sind die Wespen massenhaft unterwegs. Für die Menschen sind die nervösen und angriffigen Insekten lästig. Wussten Sie, dass Ihr Parfum die Insekten anlocken könnte? 6 Tipps gegen die Wespen.

Wespe.
Bildlegende: Lästige Insekten: Wespen stechen jedoch nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Keystone

Sobald draussen Essen aufgetischt wird, sind die Wespen zur Stelle: Kuchen, Glace oder grilliertes Fleisch locken sie an. Wenn die Leute wild herumfuchteln, können sie sogar zustechen.

In der Schweiz gibt es neun staatenbildende Wespenarten, sagt Fachberater Roland Diener: «Einzig die ‹deutsche Wespe› und die ‹gemeine Wespe› kommen an den Tisch. Plant man eine Mahlzeit draussen, dann gibt es aber Möglichkeiten, die Wespen fernzuhalten, weiss Roland Diener.

  • Verhalten Sie sich ruhig. Die Wespen stechen zu, weil sie sich durch Fuchtelei angegriffen fühlen
  • Essen und Trinken in verschliessbare Gefässe auf den Tisch stellen
  • Süsse Getränke wie Zuckerwasser, Bier oder Sirup vom Esstisch entfernt hinstellen
  • Düfte locken die Wespen an: Deos und Parfum reduzierter auftragen
  • Die Wespe nicht wegpusten: durch den CO2-Ausstoss fühlt sich die Wespe bedroht und setzt zum Angriff an
  • Mit Wasserverstäuber etwas Wasser in der Luft versprühen. Das mögen die Wespen nicht.

Wespennest entfernen:

Wo ein Wespennest ist, da sind besonders viele Wespen. Wespennester entstehen an abgedunkelten und trockenen Orten. In der Natur sucht sich die Wespenkönigin meist einen hohlen Baumstamm. In Wohngebieten sind Dachböden, Schuppen oder Rollladenkasten ideale Orte. Wer ein Wespennest nicht selber entsorgen kann oder will, sollte auf den Rat von Experten hören und eine Schädlingsbekämpfungsfirma engagieren. Es gibt drei Möglichkeiten des Entfernens sagt Roalnd Diener:

  1. Die Wespen werden mit einer Fangbox umgesiedelt
  2. Es wird ein Insektenschutznetz montiert.
  3. Ist es nicht möglich das Nest zu entfernen, muss man die Wespen bekämpfen: Der Experte rät von flüssigem Nervengift ab, weil es im Holz oder Fassade festsetzt und auch für den Menschen schädlich ist. Er empfiehlt stattdessen ein Pulver, das auch in der Geflügelindustrie gegen Milben verwendet wird. Der Prozess ist ökologischer. Bei der Anwendung dehydriert die Wespe langsam.

Moderation: Daniel Fohrler, Redaktion: Pascale Folke