So überstehen Sie heisse Tage am Arbeitsplatz

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Wenn es an heissen Tagen unerträglich wird im Büro, schaffen Ventilatoren oder Fussbäder Abkühlung. Angestellte sind aber nicht alleine für das Raumklima verantwortlich: Arbeitgeber müssen Angestellte vor Hitze schützen.

Ventilator steht in einem Büro.
Bildlegende: Ventilatoren sind heiss begehrt im Sommer. Keystone

Wenn die Aussentemperaturen auf 30 Grad und mehr steigen, wird es in manchem Büro unerträglich. Mit diesen Massnahmen bleiben Sie cool:

  • Lüften ist das A und O. Am besten über Nacht und falls aus Sicherheitsgründen nicht anders möglich spätestens am frühen Morgen alle Fenster öffnen und für Durchzug sorgen. Danach Fenster schliessen und Storen runter. So bleibt es für einige Stunden erträglich.
  • Stellen Sie ein Becken mit kaltem Wasser unter den Bürotisch und stecken Sie die Füsse rein.
  • Tragen Sie leichte, weite Kleidung. Je enger der Stoff am Körper liegt, desto wärmer haben Sie.
  • Trinken Sie ausreichend! Normalerweise werden rund zweieinhalb Liter empfohlen – an heissen Tagen sollten wir mindestens einen Liter mehr trinken. Am besten eignen sich Hahnen- oder Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee sowie verdünnte Fruchtsäfte. Als Durstlöscher ungeeignet sind Milch, Smoothies, Energydrinks und alkoholische Getränke, die aber am Arbeitplatz sowieso nichts verloren haben.

Dass den Angestellten im Büro nicht zu heiss wird, ist auch im Interesse der Arbeitgeber. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sinkt die Leistungsfähigkeit bei Innentemperaturen um 30 Grad um ca. zehn Prozent. Bei Hitze kann sich der Mensch weniger gut konzentrieren, was zu einem erhöhten Unfallrisiko führt. Auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Beschwerden ist an Hitzetagen erhöht.

Arbeitgeber muss Angestellte schützen

«Hitzefrei» gibt es in der Schweiz für Angestellte nicht. Dennoch verlangt das Arbeitsgesetz, dass Angestellte vor grosser Hitze oder vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. So sollte beispielsweise die Lufttemperatur in Arbeitsräumen nicht auf über 28 Grad steigen. Das Seco empfiehlt Arbeitgebern für Hitzperioden:

  • Stellen Sie für Arbeiten in Gebäuden Ventilatoren zur Verfügung. Diese fördern die Schweissverdunstung und sorgen für Kühlung.
  • Lockern Sie Kleidervorschriften (Bspw. keine Kravattenpflicht mehr).
  • Passen Sie wenn möglich Arbeits- und Pausenzeiten an: Lassen Sie Ihre Angestellten früher mit Arbeiten beginnen.
  • Bei schwerer körperlicher Arbeit im Freien sind ab 30 Grad pro Stunde 15 Minuten Pause angezeigt. Ab 36 Grad zwei Mal 15 Minuten.
  • Stellen Sie genügen Trinkwasser zur Verfügung.

Welche Massnahmen ab welchen Temperaturen und für welche Tätigkeiten zu treffen sind, darüber informiert das Seco in Merkblättern:

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Stefan Wüthrich