Sprechen im Schlaf - Apps liefern den Beweis

Apps die beim Einschlafen helfen, den Schlaf überwachen oder einem zum richtigen Zeitpunkt wecken, gibt es viele. Nur sind solch digitale Hilfen oft mehr Spielerei und bringen wenig Nutzen.

Mann schläft.
Bildlegende: Apps für einen besseren Schlaf sind mehr Spielerei. Colourbox

Möchten Sie wissen, welche Laute Sie in der Nacht von sich geben? Oder wollen Sie Ihrem Partner beweisen, wie laut er wirklich schnarcht? Die «Sleep Talk Recorder»-App zeichnet Schlafgeräusche auf. Ziel von dieser App ist es, Störquellen zu eruieren, so dass sie nachhaltig eliminiert werden können. Das kann von Fall zu Fall durchaus sinnvoll sein. Für Schlafexperten gehört diese App jedoch eher in die Kategorie Unterhaltung und Spielerei.

«Relaxing Sounds of Nature lite» ist nur eine unter vielen Apps, die verspricht mit entspannender Musik und einem individuell abstimmbaren Geräuschkulissen-Mix das Einschlafen zu erleichtern. Der Nutzen dieser digitalen Hilfe ist unbestritten.

Doch Schlaf-Apps können noch mehr, wenn man den Herstellern glaubt. Sie sollen auch das Aufwachen erleichtern. Zum Beispiel die App «Sleep Cycle Alarm Clock» ermittelt mittels Bewegungssensoren die tiefe unserer Schlafphasen. Sie zielt darauf ab, uns in einer leichten Schlafphase zu wecken.

Solche Messungen sind bei Schlafexperten jedoch umstritten. Sie seien ungenau. Damit könne keine verlässliche Aussage über die individuellen Schlafphasen gemacht werden. So die Meinung von Schlafexperte Christian Baumann, leitender Arzt an der Klinik für Neurologie am Universitätsspital Zürich und Alexander Brobély, Pharmakologe am Universitätsspital Zürich.

Redaktion: Annette König