Tibetischer Yoga: der authentische Stil

Nichts mit langen Dehnungen und verrückten Verrenkungen. Der tibetische Yoga ist nah an der ursprünglichen Lehre und Philosophie, geistige Charaktereigenschaften wie Geduld, Mitgefühl oder Weisheit zu stärken oder nach dem Sinn des Lebens zu suchen.

Naomi King beim tibetischen Yoga
Bildlegende: Es braucht nicht viel im tibetischen Yoga. Der Rest lenkt nur ab. zvg

«Ich habe mich auf den tibetischen Yoga spezialisiert, weil mich die Kombination von Körper, Atem und innere Versenkung fasziniert», sagt Naomi King, diplomierte Yogalehrerin in Frick. «Beim tibetischen Yoga spielt die Wirkung auf den feinstofflichen Körper eine entscheidende Rolle, um eine tiefe Wirkung zu erzielen.»

Was macht man beim tibetischen Yoga?

Atemübungen, Konzentrationsaufbau, In-sich-hineinhorchen, Visualisierungen, Energien fliessen lassen durch Klopfen und Streichen des Körpers. Auch der Körper kommt zum Zug, allerdings nicht in grossen Bewegungen und Dehnungen, sondern als Instrument, um die Atmung und den Geist zu aktivieren.

Für wen ist tibetischer Yoga?

Wer eine Veränderung will, körperliche oder psychisch-emotionale Beschwerden hat, wer die Tiefe, die meditative Versenkung sucht, wer sich für tibetischen Buddhismus interessiert. Auch hyperaktive Jugendliche hat Naomi King schon betreut.

Für wen ist tibetischer Yoga nicht?

Wer lange Dehnungen, viel Körperlichkeit, Sport erwartet, sucht sich lieber einen anderen Yogastil aus. Auch wer mit Begriffen wie feinstoffliche Energie, Meditation oder Reinigungsatmung nichts anfangen kann, ist hier fehl am Platz.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Brigitte Wenger