Tipps gegen lästige Werbeanrufe auf dem Festnetz

Konsum

Sie nerven: Callcenter-Agenten, die zu jeder Unzeit anrufen und uns mit säuselnder Stimme etwas andrehen wollen. Gerade im Herbst häufen sich solche Anrufe. Hauptthema: Krankenkassenwechsel. Glücklicherweise gibt es aber verschiedene Möglichkeiten, wie man sie abstellen kann.

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Sterneintrag im Telefonbuch

  • Mit dem Sterneintrag im Telefonbuch zeigt man, dass man keine Werbung wünscht.
  • Diesen Eintrag kann jeder selbständig auf local.ch hinzufügen, er wird dann auf local.ch, search.ch und im local Guide angepasst.
  • Ganz gefeit vor Werbeanrufen ist man mit dieser Methode aber nicht. Die schwarzen Schafe unter den Callcentern ignorieren gerne einmal den Sterneintrag.
  • Zudem sind Anrufe trotz Sterneintrag erlaubt. Nämlich dann, wenn der Angerufene in einer Geschäftsbeziehung mit der Firma steht. Zum Beispiel, wenn er in der Kundenkartei aufgeführt ist.
  • Ebenfalls erlaubt sind Anrufe trotz Sterneintrag, wenn man irgendwann die Bewilligung dazu gegeben hat. Das kann zum Beispiel beim Ausfüllen eines Wettbewerbstalons passieren.
  • Tipps: Wettbewerbsbedingungen immer genau lesen und allgemein die Telefonnummer so wenig wie möglich angeben (z.B. auch bei Bestellungen).

Eintrag aus dem Telefonbuch löschen

  • Dies kann man bei local.ch veranlassen. Entweder per Kontaktformular oder via Gratis-Telefon 0800 86 80 86. Auch diese Methode verspricht keinen 100-prozentigen Schutz. Diverse Callcenter lassen nämlich einen Computer Zufallsnummern wählen oder kaufen Adressdaten ein.

Callcenter «verwarnen» und melden

  • Bekommen Sie trotzdem Callcenter-Anrufe, verlangen Sie den Namen der Firma und des Anrufers. Notieren Sie diese zusammen mit Datum und Uhrzeit und weisen Sie den Callcenter-Agenten an, ihre Daten aus der Datei zu löschen. Stellen Sie klar, dass Sie das Callcenter bei einem weiteren Anruf melden werden.
  • Respektiert das Callcenter Ihren Wunsch nicht, melden Sie es bei der Stiftung für Konsumentenschutz und beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).

Nummern sperren

  • Ganz einfach lassen sich unterdrückte Anrufe sperren (auf dem Display mit «E» angezeigt). Geben Sie auf Ihrem Telefongerät einmalig *99# (oder *00# für IP-Telefone) ein.
  • Bei diversen modernen Festnetztelefonen kann man einzelne Nummern sperren. Allerdings ist die Anzahl beschränkt.
  • Swisscom-Kunden können im sogenannten Callfilter unerwünschte Anrufe blockieren lassen. Entweder allgemein Spam-Anrufe oder einzelne Nummern.
  • Möglich ist dies online im Swisscom-Kundencenter, im Swisscomshop oder per Telefon: 0800 800 800
  • Wer eine grössere Anzahl Nummern sperren will oder sein Abo bei einem anderen Telekom-Anbieter hat, kann sich für rund 70 Franken einen sogenannten Callblocker zulegen. Dieses Gerät wird zwischen Telefonleitung und Apparat geschaltet und kann mit zu blockierenden Nummern programmiert werden.
  • Für Kunden mit Internetanschluss eignet sich auch die etwas teurere Fritz!Box. Sie verhindert unerwünschte Anrufe und kann gleichzeitig als Router eingesetzt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Allerdings sind IT-Kenntnisse erforderlich. Fragen Sie bei Ihrem Telekomanbieter nach.

Finger weg von der Trillerpfeife

  • Immer wieder hört man den Tipp, bei lästigen Anrufen mit einer Trillerpfeife in den Hörer zu pfeifen. Davon ist abzuraten.
  • Der Anrufer kann unter Umständen einen Hörschaden erleiden und Anklage wegen Körperverletzung einreichen.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Maria Kressbach