Trockene Hände richtig pflegen in Corona-Zeiten

Vor lauter Händewaschen oder desinfizieren - was tiptop ist - kann die Haut unserer Hände ganz schön trocken werden. Das muss nicht sein, sagt Christoph Schlapbach, Professor für Dermatologie am Berner Inselspital.

Hände beim Eincremen
Bildlegende: Die Hände brauchen gerade jetzt besonders viel Pflege colourbox

Der Professor für Dermatologie Christoph Schlapbach empfiehlt:

  • Verwenden Sie, wenn Sie eher zu trockenen Händen neigen, ein Desinfektionsmittel, das Glycerin enthält. Glyzerin ist ein Feuchthaltemittel und schützt die Haut vor dem Austrocknen.
  • Grundsätzlich reicht Seife. Allerdings hat man nicht überall die Möglichkeit, die Hände zu waschen. Deshalb braucht es auswärts Händedesinfektionsmittel.
  • Nicht vergessen: Jedes Händewaschen respektive Desinfizieren ist ein Akt der Solidarität ist.
  • Seife ist gleich Seife, was das Abtöten des Corona-Virus betrifft. Einfach lange genug und richtig Händewaschen.
  • Was aber die Rückfettung der Haut betrifft, ist nicht jede Seife ganz gleich wie die andere. Wer zu trockener Haut neigt, oder sogar zu Ekzemen an den Händen, kann eine Rückfettende Seife nehmen. Da gibt es viele Angebote in Grossverteilern. Es gibt kaum Evidenz, dass teure Produkte von Kosmetikfirmen grundsätzlich besser sind.
  • Wer eher zu trockener Haut an den Händen neigt, soll sicher eine Handcreme benuten. Handcremes mit Urea (Harnstoff) helfen, Feuchtigkeit zurück zu halten. Urea zwischen 5 - 20% in einer Handcreme sind zu empfehlen. 
  • Die Handcreme-Tube grundsätzlich nur mit gut gewaschenen Händen berühren!
  • Ganz wichtig: Wer Ekzeme hat, oder daran ist, solche zu entwickeln, wegen dem häufigen Desinfizieren, für den ist gute Hautpflege ganz wichtig. Entzündete Haut ist nämlich empfänglicher für Keime, die «natürliche» Abwehr ist geschwächt. Auch für nicht-Corona Infekte.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Regula Zehnder