Übungen für beide Fussgewölbe

Medizin

Unsere Füsse sind unser Fundament. Anders als beim immobilen Haus müssen unsere Fundamente aber beweglich und flexibel sein. Die beiden Fussgewölbe helfen dabei, sie sind Stossdämpfer und Fundament in einem. Gegen das Einfallen dieser Gewölbe helfen zwei Übungen.

Fussabdrücke im Sand.
Bildlegende: Der Fussabdruck im Sand soll Längs- und Quergewölbe der Füsse zeigen. Colourbox

Das Längsgewölbe ist bei einem gesunden Fuss gut sichtbar: Unter der Fussmitte innen bildet sich eine Höhle. Das Quergewölbe ist weniger offensichtlich, es liegt unter den Zehengrundgelenken, also da, wo die Zehen am Fuss «angemacht» sind.

Diese beiden Gewölbe machen unseren Fuss stabil und beweglich zugleich. Sie federn beim Auftreten das Gewicht ab, stabilisieren den Fuss beim Stand und unterstützen mit ihrer Spannung das Abstossen. Fallen sie in sich zusammen, schadet das unserem Fuss.

Übungen für die beiden Gewölbe:

  • «Fersen-Lot» für das Längsgewölbe: Legen Sie einen Zettel von innen unter das Grosszehengrundgelenk (wo die grosse Zehe am Fuss «angemacht» ist) und einen Zettel von aussen unter die Ferse. Belasten Sie nun den Fuss so, dass man diese beiden Zettel nicht wegziehen kann, also die Ferse eher aussen, die Fussballe jedoch eher innen. Der Fuss verschraubt sich leicht, das Gewölbe bildet sich.
  • «Sternensammler» für das Quergewölbe: Versuchen Sie, mit der Fussballe einen Fünfliber oder eine Blume aufzuheben. Aber Achtung: Nicht mit den Zehen krallen, sondern mit der Fussfläche.

Redaktion: Brigitte Wenger