Viel trinken gegen den Nierenstein

Wer einmal in Leben einen Nierenstein gehabt hat, erzählt von schrecklichen Schmerzen. Und immerhin erleiden rund zehn Prozent aller Schweizer mindestens einmal im Leben eine Nierenstein-Kolik. Bei jedem Vierten machen die Steine Komplikationen. So beugen Sie Nierenstein vor.

Die Nieren in einer schematischen Darstellung.
Bildlegende: Tritt der Nierenstein in die Harnleiter, staut er den Urin. colourbox.com

«Der Nierenstein bildet sich in der Niere», erklärt Hausarzt Thomas Kissling. «Bewegt er sich von da aus in Richtung Blase, bleibt er in der schmalen Harnleiter stecken und der Urin staut sich.» Wird der Nierenstein nicht von alleine ausgeschieden, muss er operativ entfernt werden.

Nierensteine sind meist kalziumhaltig und können von der Grösse eines Stecknadelkopfes bis hin zu einer Walnuss anwachsen. Nach dem ersten Nierenstein kommt es in der Hälfte aller Fälle innerhalb von fünf Jahren zur Bildung eines weiteren Nierensteins. Diese können familiär gehäuft vorkommen.

Auch wer nicht familiär vorbelastet ist, kann jedoch einen Nierenstein bekommen. Deshalb lohnen sich einfache Präventionsmassnahmen:

  • Viel trinken und zwar am besten regelmässig über den Tag verteilt.
  • Nicht Eistee trinken, da dieser Oxalate enthält. Man geht davon aus, dass dieser Stoff Nierensteine begünstigen kann. Auch einzelne Lebensmittel wie zum Beispiel Rhabarber enthalten Oxalate.
  • Experten diskutieren darüber, ob auch Ernährungsergänzungsmittel aus Kalzium die Produktion von Nierensteinen fördern können.
  • Ausserdem könnte der übermässige Konsum von Fleischeiweiss zu mehr Nierensteinen beitragen.