Warm-up fürs Schlittschuhlaufen

Fit und Gesund

Rund 3600 Schweizerinnen und Schweizer verletzen sich jährlich auf dem Eis, das schätzt die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU. Am häufigsten sind Prellungen, Schnittwunden oder gar Gehirnerschütterungen. Die richtige Vorbereitung kann das Verletzungsrisiko verkleinern.

Frau bindet ihren Schlittschuh
Bildlegende: Schnüren Sie die Schlittschuhe vor allem um den Knöchel rum fest zu. colourbox.com

Die dampfende Tasse Glühwein wärmt zwar die Hände, zur richtigen Vorbereitung aufs Schlittschuhlaufen eignet sie sich allerdings nicht. Denn Alkohol wärmt nicht, er macht nur betrunken. Das Warm-up für die Eisbahn besteht aus folgenden Punkten:

Guter Halt und warme Bekleidung

  • Schlittschuhe: Schlittschuhe müssen eng sein, deshalb schmerzen sie häufig. Wer also oft eislaufen geht, sollte sich eigene gönnen und diese gut einlaufen. Binden Sie die Schuhe um den Knöchel fest zu, damit der Halt möglichst gut ist. Um die Zehen und das Rist können Sie etwas mehr Luft lassen, sonst frieren Sie bald.
  • Bekleidung: Dass Sie sich warm anziehen, ist im Winter klar. Wenn Sie sich gerne richtig bewegen, sollten Sie Ihre Hosen und Jacke nicht einschränken. Wichtig sind vor allem auch eine Mütze (falls Sie keinen Helm tragen) und feste Skihandschuhe. Diese können Schnittverletzungen verhindern.
  • Weitere Ausrüstung: Helm, Handgelenk- und Knieschoner falls nötig.

Wärmen Sie sich auf

  • Kreislauf: Egal ob Sie vor dem Eislaufen um die Eisbahn joggen oder ob Sie die ersten zehn Minuten fürs Aufwärmen nützen, Ihr Kreislauf muss in Schwung kommen und von innen heraus wärmen. Das Aufwärmen bereitet Sie nicht nur auf die folgenden Bewegungen vor, sondern verbessert auch Koordination, Beweglichkeit und Aufmerksamkeit.
  • Muskeln und Gelenke: Vor dem eigentlichen Fahren sollten alle Ihre Gelenke im vollen Umfang durchbewegt werden. Bewegen, kreisen, biegen und strecken Sie Ihre Handgelenke, Ihre Fussgelenke, Knie, Hüften, den ganzen Rumpf und die Schultern. Jede spätere Haltung sollte mindestens einmal eingenommen werden – auch die Stützhaltung der Handgelenke, die sie bei einem Sturz einnehmen.

Schalten Sie ab

Seien Sie auch mit dem Kopf auf der Eisbahn. Die to-do-Listen und Alltagssorgen können Sie getrost ausserhalb der Bande lassen. Und nach dem Eislaufen dürfen Sie sich auch den heissen Glühwein gönnen.

Redaktion: Brigitte Wenger