Wechselkurs: Wie bezahle ich im Ausland gut und günstig?

Konsum

Wer seine Ferien im Ausland verbringt, muss sich auch mit der entsprechenden Währung befassen. Beim Geld wechseln und Bezahlen in fremden Ländern können die Wechselkurse extrem unterschiedlich sein und es lauern so einige Gebühren. Wer ein paar wichtige Punkte beachtet, kann einiges an Geld sparen.

Bildlegende: Colourbox

Das einzig richtige Zahlungsmittel für die Ferien gibt es nicht. Es empfiehlt sich, verschiedene Zahlungsmittel zu kombinieren. Mit Bargeld fährt man bezüglich Gebühren am günstigsten, dafür ist man mit Debit- oder Kreditkarte sicherer unterwegs. Hier die wichtigsten Punkte zu den verschiedenen Zahlungsmitteln:

Bargeld

  • Hauptwährungen (Euro, engl. Pfund und Dollar) können bereits in der Schweiz gewechselt werden, da sich die Gebühren nicht gross unterscheiden.
  • Am günstigsten fährt man bei der Schweizer Hausbank, da diese von ihren Kunden in der Regel keine Wechselgebühren verlangt.
  • Der Eurowechselkurs ist am Bancomat zudem generell günstiger als am Bankschalter.

Exotische Währungen

Bei exotischen Währungen liegt der Fall anders: Da solche Währungen aufwändig zu verwalten sind, verlangen die Banken häufig hohe Wechselgebühren.

  • Es empfiehlt sich daher, nur einen kleinen Betrag in der Schweiz zu wechseln, für die Taxifahrt vom Flughafen ins Hotel und für eine kleine Erfrischung zwischendurch. Das restliche Feriengeld bezieht man günstiger direkt vor Ort.
  • Denken Sie daran: Nicht jede Bank hat exotische Währungen auf Lager. Bestellen Sie frühzeitig.
  • Im Ausland bezieht man Bargeld besser mit der Debitkarte. Die Gebühren sind hier einiges günstiger: Ein Barbezug kostet hier um die 5 Franken.
  • Kreditkartenanbieter verlangen mindestens 10 Franken pro Barbezug und schlagen zusätzlich noch prozentuale Gebühren drauf.
  • Meiden Sie freistehende Bancomaten von Drittanbietern wie Travelex. Sie sind typischerweise auf gut frequentierten Plätzen wie Flughäfen oder Shoppingcentern zu finden. Die Betreiber verrechnen beim Geldbezug happige Gebühren. Günstiger fahren Sie bei Bancomaten, die direkt bei Banken angebracht sind.

Bezahlen mit Debit- und Kreditkarte

Je nach Rechnungsbetrag fahren Sie mit der einen oder anderen Karte günstiger. Die Faustregel lautet: Bei Zahlungen bis 200 Franken ist die Kreditkarte günstiger, höhere Rechnungsbeträge bezahlt man von Vorteil mit der Debitkarte.

Wählen Sie beim Bezahlen mit der Karte immer die Lokalwährung und nicht Schweizer Franken. Zwar ist es praktisch, wenn man die Summe in der gewohnten Währung auf einen Blick sieht, jedoch verlangen die ausländischen Banken hohe Umrechnungskurse.

Ein Euro-Konto mit einer Kreditkarte in Euro lohnt sich übrigens nur für Personen, die sehr häufig im Euro-Raum unterwegs sind. Sie können so Fremdwährungsgebühren vermeiden. Wenn Sie aber nur ab und zu in Europa verreisen, lohnt sich das nicht. Schliesslich fallen auch Konto- und Kartenführungsgebühren an.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Maria Kressbach