Welcher Computer ist der Richtige für meine Schulkinder?

Weil Bücher und Prüfungen digital im Internet sind, können Schüler heute statt mit einem vollbepackten «Schulthek» mit einem Notebook oder Tablet zur Schule gehen. Oft stellen die Schulen ein Gerät zur Verfügung – aber nicht immer. Dann müssen Eltern selber einen Kaufentscheid fällen.

Notebooks und Tablets gehören beim Lernen dazu.
Bildlegende: Notebooks und Tablets gehören beim Lernen dazu. Imago

Es gibt vier Möglichkeiten:

  1. Die Schule stellt Computer oder Tablets zur Verfügung, welche die Schülerinnen während des Unterrichts benutzen können
  2. Die Schule gibt jedem Kind ein Gerät ab für den persönlichen Gebrauch auch ausserhalb der Schule
  3. Die Schule setzt auf «bring your own device», lässt also jedem Schüler und dessen Eltern die Wahl, mit welchem Gerät er arbeiten will
  4. Die Schule hat keinen oder nur einen PC pro Schulzimmer

Wenn das Kind nicht in einer Schule lernt, die Fall 2 praktiziert, müssen sich die Eltern die Frage stellen, was für ein Gerät sie kaufen sollen.

Tablet oder Notebook?

  • Unterstufe/Mittelstufe: Tablet, mit externer Tastatur und Schutzhülle
  • Sekundarstufe: Notebook, mit allen Office-Anwendungen, für schriftliche Arbeiten und Bewerbungen

Welches Betriebssystem?

  • Bei den Tablets hat Apple (ios) die Nase pädagogisch vorn mit qualitativ guten Lern-Apps für Kinder, aber natürlich taugt auch ein Gerät aus der Android-Welt
  • Bei den Notebooks ist das Betriebssystem weniger relevant, da es für SchülerInnen normalerweise kein Problem ist, zwischen verschiedenen Betriebssystemen zu wechseln (eher für die Lehrpersonen oder die Eltern)

Was muss ein Tablet mindestens können?

Jedes aktuelle Tablet erfüllt die Anforderungen für den Einsatz in der Unter- oder Mittelstufe. Man kann also ohne schlechtes Gewissen ein günstiges Gerät kaufen und dem typisch schweizerischen Reflex des «lieber etwas mehr ausgeben, dann ist es auch besser» widerstehen.

Welches Notebook soll ich kaufen?

Auch ein günstiges Notebook reicht in der Regel aus, aber anders als beim Tablet kommt es hier mehr auf die individuellen Bedürfnisse an. Will die Tochter gamen und aufwändige Videos schneiden? Dann muss allenfalls ein leistungsfähigeres Gerät her.

Autor/in: Reto Widmer