Welcher Weihnachtsbaum ist am nachhaltigsten?

Man fällt ihn, schmückt ihn und wirft ihn nach ein paar Tagen wieder weg. Dies das Schicksal von jährlich über einer Million Christbäumen in der Schweiz. Nicht gerade nachhaltig. Im Vergleich zu den Alternativen allerdings immer noch die beste Lösung. Wenn man ein paar Kriterien berücksichtigt.

Bildlegende: Keystone

Welche Weihnachtsbaumvariante ist am nachhaltigsten? «Kassensturz» hat den Vergleich gemacht. Mit erstaunlichem Ergebnis: Alternativen zum wie Plastikbaum oder Mietweihnachtsbäume können einpacken. Hier die Rangliste in Sachen Nachhaltigkeit:

Platz 1: Die einheimische Weihnachtstanne aus dem regionalen Wald

  • Er wächst in der freien Natur, im regionalen Wald, wird daher nicht mit Pestiziden behandelt und hat keine langen Transportwege hinter sich.
  • Ideal ist, wenn der Förster den Baum sowieso ausholzen muss. Fragen Sie einfach mal nach.
  • Wer der Biodiversität einen Gefallen tun will, wählt zudem eine Tannensorte, die hier heimisch ist, zum Beispiel eine Rot- oder Weisstanne. Die in der Schweiz am beliebteste Nordmanntanne zählt hier nicht dazu. Sie kommt ursprünglich aus dem Kaukasus.

Platz 2: Der Import-Weihnachtsbaum

  • Der Vorteil: Diese Bäume sind günstig zu kaufen.
  • Da diese Tannen in Plantagen im Ausland wachsen (meist in Dänemark und Deutschland), haben sie einen langen Transportweg hinter sich. Schlecht für die CO2-Bilanz.
  • Ebenfalls negativ auf die Ökobilanz wirkt sich aus, dass die Bäume in den Plantagen bewässert werden müssen und häufig mit Pestiziden behandelt werden.

Platz 3: Der Mietbaum im Topf

  • Diese Art Weihnachtsbaum ist bequem, da der Gärtner den Baum liefert und ihn nach Weihnachten wieder abholt. In der Gärtnerei wird er dann gepflegt und bereit gemacht für nächstes Jahr.
  • Diese Pflege ist aufwändig. Die Bäume brauchen regelmässig Wasser, ausserdem kann es sein, dass Pestizide in Einsatz kommen.
  • Was man zudem bedenken muss: Es ist gar nicht so einfach, diesen Mietbaum zu pflegen. Er braucht regelmässig Wasser und darf nicht zu warm haben.

Platz 4: Der Plastikbaum

  • Er weist die schlechteste Ökobilanz auf. Einerseits, weil er aus PVC hergestellt wird, andererseits, weil er meist aus China kommt und somit eine lange Reise hinter sich hat.
  • Zwar kann man den Baum immer wieder verwenden, bis er jedoch in Sachen CO2-Ausstoss gut dasteht, muss er mindestens fünf Jahre im Einsatz sein.
  • Bedenkt man noch die schlechten Arbeitsbedingungen, die in China herrschen, sollte man auf diese Variante eher verzichten.
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Christbäume im Umweltcheck

12 min, aus Kassensturz vom 17.12.2019

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Maria Kressbach