Wenn die Computermaus den Arm krank macht

Kaum arbeitet man am Computer und braucht die Maus viel, schmerzt der Arm, vielleicht auch der Nacken. Der «Mausarm» ist ein ganzes Gebilde von Symptomen. Die Handphysiotherapeutin gibt Tipps gegen die Schmerzen.

Eine Frau sitzt am Computer, eine Hand auf der Maus, die andere auf der Tastatur.
Bildlegende: Häufig lassen sich die Patientinnen und Patienten auch zu wenig Zeit, sich von den Maus-Schmerzen zu erholen. Keystone

Véronique van der Zypen ist stellvertretende Leiterin der Hand-Physiotherapie am Inselspital Bern. Für sie ist klar, dass der Mausarm verschiedene Ursachen hat: «Da ist einmal die chronische Überlastung, begleitet von einer schlechten Haltung und einem nicht ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz.» Auch das Licht am Schreibtisch, die Arbeitsbelastung und die richtige Sitzhaltung tragen das ihre zum Mausarm bei.

Unterschiedliche Symptome

Ein Mausarm kann verschiedene Schmerzen verursachen: Bei den einen kribbelt es im Arm, andere fühlen einen ziehenden Schmerz. «Der Schmerz kommt schleichend. Er wird häufig verkannt und am Anfang gar nicht so ernst genommen», weiss die Handphysiotherapeutin aus Erfahrung.

Von leichten Beschwerden bis zum chronischen Schmerz

Häufig lassen sich die Patientinnen und Patienten auch zu wenig Zeit, sich von den Schmerzen zu erholen. Da eine ganze Muskelgruppe fehlbelastet wird, beginnt der Mausarm häufig mit leichten Beschwerden, die zu einem chronischen Schmerz werden können. Halten die Schmerzen zwei bis drei Wochen an, empfiehlt Véronique van der Zypen, einen Arzt aufzusuchen.

Tipps, damit es nicht zum Mausarm kommt:

  • Bei der Arbeit mit der Computermaus immer mal wieder mit der anderen Hand arbeiten
  • Beim Schreiben sollte man das Gewicht der Arme ablegen können
  • Einen guten Bürostuhl auf die richtige, der eigenen Körpergrösse angepassten Höhe einstellen
  • Besser von oben in den Bildschirm schauen, als von unten rauf
  • Hilfsmittel wie Gelkissen oder eine ergonomische Tastatur besorgen
  • Das Telefon zum Sprechen nicht einklemmen, stattdessen ein Headset besorgen
  • Bewusst eine Pause einlegen und Dehnübungen machen
  • Hände warm halten und Zugluft vermeiden

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Regula Zehnder