Wie schone ich meine Smartphone-Batterie beim Navigieren?

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Mit einem Kartendienst auf dem Smartphone hat man die ganze Welt als elektronische Landkarte in der Hosentasche. Doch solche Apps leeren den Akku oft schneller, als man am Ziel der Reise ist. Wir geben Tipps, wie man Kartendienste benutzt und dabei die Batterie schont.

Navigations-Apps sind praktischer als eine grosse Landkarte aus Papier
Bildlegende: Navigations-Apps sind praktischer als eine grosse Landkarte aus Papier Imago Images

Navigations-Apps wie Google Maps muten dem Smartphone viel Arbeit zu: Im Hintergrund gleichen sie den Standort des Geräts dauernd mit GPS-Satelliten im Weltall ab, um möglichst genau die Position zu bestimmen. Das ist ein rechenintensiver Vorgang, mit entsprechenden Folgen für die Batterie.

Weil das Ausschalten der GPS-Ortung beim Navigieren keine gute Option ist, geben wir Tipps, wie sich der Akku trotzdem schonen lässt. Wir konzentrieren uns dabei auf Google Maps, den wohl beliebtesten Kartendienst. Die meisten Tipps gelten aber auch für andere solche Dienste:

Bildschirm ausschalten

Abgesehen vom GPS Signal hat die Helligkeit des Bildschirms beim Navigieren wohl den grössten Einfluss auf die Batterie. Die meisten Apps lassen den Bildschirm eingeschaltet, damit die Landkarte beim Blick aufs Smartphone gleich zu sehen ist.

Um den Akku zu schonen empfiehlt es sich, den Bildschirm nur dann einzuschalten, wenn die Karte auch wirklich gebraucht wird. Wer unsicher ist, kann sich die restliche Zeit auch durch Sprachbefehle der App lenken lassen.

Bildschirm-Helligkeit reduzieren

Wenn man doch einmal aufs Smartphone schaut, sollte man die Helligkeit des Bildschirms möglichst dunkel einstellen. Problem: An der hellen Sonne wird der Bildschirm so zum Spiegel, der ausser dem eigenen Gesicht kaum mehr etwas zeigt. Am besten sucht man sich deshalb ein schattiges Plätzchen, um nach dem Weg zu suchen.

Um den Bildschirm nicht zu hell leuchten zu lassen, kann man sich die Landkarte in der App auch im Nacht-Modus zeigen lassen. Statt Schwarz auf Weiss wird sie dann Weiss auf Schwarz dargestellt.

Einfachste Kartenform wählen

Damit das Smartphone möglichst wenig rechnen muss, sollte immer die einfachste Kartenform gewählt werden – also die schematische Darstellung von Strassen, Häusern, Flüssen, etc. Die Satelliten- oder 3D-Ansicht ist für das Smartphone viel aufwändiger umzusetzen, was die Batterie schneller leeren kann.

Offline-Karte

Wer schon genau weiss, wo die Reise langgeht, sollte sich die jeweiligen Kartenausschnitte schon zu Hause herunterladen. Diese definierten Bereiche sind dann in der App gespeichert und müssen unterwegs nicht ständig aktualisiert werden. Das spart nicht nur Daten, sondern auch Batterie.

Stromsparmodus verwenden

Sowohl bei Android-Smartphones und iPhones gibt es die Möglichkeit, das Gerät in den Stromsparmodus zu versetzen und so den Akku zu schonen. Die Benutzung eines Navigations-Dienstes kann das allerdings verhindern, weil die App ständig versucht, den aktuellen Standort abzufragen.

In den Systemeinstellungen des Smartphones lässt sich festgelegen, wann eine App Zugriff auf die Ortungsdienste hat. Bei iOS-Geräten findet man die Möglichkeit unter Einstellungen -> Datenschutz -> Ortungsdienste.

Bei Android ist es unter Einstellungen -> Sicherheit & Standort -> Standort. Gewährt man einer App nur Zugriff, während man sie benutzt, kann das Smartphone die restliche Zeit im Stromsparmodus arbeiten.

Externer Akku mitnehmen

Nähert sich die Batterieanzeige trotz aller Vorsichtsmassnahmen trotzdem der Null, kann ein externer Akku – eine sogenannte «Powerbank» – die Rettung sein. Solche Not-Akkus gibt es in allen möglichen Ausführungen, von leicht und billig bis schwer und teuer. Einige verfügen sogar über einen Solarbetrieb. Je nach Modell kann eine Powerbank einen leeren Akku ein halbes Dutzend Mal oder noch mehr aufladen.

Autor/in: Jürg Tschirren, SRF Digital