Wie wirken hell und dunkel auf die Gesundheit?

Für den Schlaf verantwortlich ist das Melatonin, man sagt ihm auch «Schlafhormon» oder «Hell-Dunkel-Hormon». Es macht müde, ist aber auch verantwortlich für regenerative Prozesse. Der Körper und seine Zellen können sich dank diesem Hormon erholen. Der menschliche Körper braucht aber hell und dunkel.

Halb dunkler Himmel mit Mond
Bildlegende: Das hell-dunkel-Hormon Melatonin regelt Schlaf- und Wachphasen. Colourbox

Durch unsere meist sitzende Tätigkeit im Hause bekommen wir zu wenig Tageslicht. Am Abend zu Hause tanken wir – Tablet, Handy und Fernseher sei Dank – zu viel Licht; es ist eine Crux. In der Natur ist es gerade umgekehrt, an einem sonnigen Sommertag tanken wir genug Licht und nachts, ohne Lichtverschmutzung, wird es dunkel genug, sagt Oliver Stefani vom Zentrum für Chronobiologie der Universität Basel.

Unsere Lichtkurve heute ist sehr flach und entspricht nicht der Natur. Für einen guten Melatoninspiegel empfiehlt Stefani eine sogenannte «Lichtdiät»: Setzen Sie sich tagsüber so richtig dem Tageslicht aus. Das ist besonders im Sommer einfach. Reduzieren Sie am Abend und nachts den blauen Lichtanteil. Verwenden Sie für Tablet und Handy spezielle Filter. Wechseln Sie zu Hause die hellen Glühbirnen aus. Wählen Sie warmes Licht. Fast oranges Licht ist am besten. Auch schon ein Dimmer kann Wunder wirken.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Regula Zehnder