Brian O'Doherty, Erfinder des White Cube

Brian O'Doherty zählt zu den grossen Namen der zeitgenössischen Kunsttheorie. Auf ihn geht der viel zitierte Begriff des «White Cube» zurück, des Museums- und Galerieraums als geschütztem Rahmen für die Kunst.

O'Doherty lancierte ihn 1976 und traf damit den Nerv der Zeit: Denn damals fragten sich Künstler, wo der Ort der Kunst in der Gesellschaft sei. Gehörte sie wirklich ins Museum oder nicht vielmehr nach draussen, mitten in die Gesellschaft?

Diese Diskussion ist brandaktuell, ebenso wie die Frage nach der Rolle der Kunst jenseits kommerzieller Rekorde. Und deswegen ist die Auseinandersetzung mit Brian ODoherty auch für eine jüngere Generation interessant.

Die O'Doherty-Ausstellung «Taking a Line for a Walk» im Atelier Amden wurde bis 26. August verlängert.

Buchtipps:

Brian O'Doherty: In der weißen Zelle / Inside the Withe Cube. 1996, Merve Verlag

Brian O'Doherty: Atelier und Galerie / Studio and Cube. 2012, Merve Verlag.

Brian O'Doherty: The Deposition of Father McGreevy. 2000, Arcadia Books (engl.)

Autor/in: Barbara Basting