Die Kunst des Essens

Der deutsche Philosoph Harald Lemke wundert sich, warum die klassische Philosophie das Essen zu einer ethisch irrelevanten Nebensache degradierte - ja, sogar eine gewisse Verachtung dem Kulinarischen entgegenbringt.

Denn: Im Essen geschehe tagtäglich die Erfüllung des Guten, indem der Mensch dem Tod entgehe. Gerade das christliche Abendmahl ist zu einem Kultursymbol mit starker Wirkung geworden.

Im Gespräch mit Karin Salm erzählt Harald Lemke, warum die Frage, wie wir essen, längst keine blosse Privatsache ist, und was der italienische Künstler Filippo Marinetti mit seinem «Manifest der futuristischen Küche» 1931 bewirkt hat.