Gegen den Krieg schreiben: Autoren in der Schweizer Emigration

  • Montag, 5. Mai 2014, 10:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 5. Mai 2014, 10:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 5. Mai 2014, 22:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der Erste Weltkrieg spaltete auch die Schriftsteller und Intellektuellen. Während viele Literaten in den Krieg führenden Ländern einer wahren Kriegseuphorie erlagen, erhoben in die Schweiz emigrierte Autoren ihre Stimme gegen den Krieg.

Romain Rolland im Porträt
Bildlegende: Auch der französische Literaturnobelpreisträger Romain Rolland suchte in der Schweiz Zuflucht. Wikimedia

Während des Ersten Weltkriegs war die Schweiz eine Fluchtburg für europäische Emigranten. Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle suchten Zuflucht in der neutralen Schweiz und machten regen Gebrauch vom Rede- und Publikationsrecht, das in ihren Ländern von der Zensur eingeschränkt war. Unter ihnen der französische Literaturnobelpreisträger Romain Rolland, der ungarische Schriftsteller Andreas Latzko und der deutsche Dichter Hugo Ball. Ganz unterschiedlich protestierten sie in ihren Werken gegen den Kriegsrausch: der erste auf die Vernunft vertrauend, der zweite seine Kriegserfahrung verarbeitend, der dritte jeglichen Sinn zerstörend. Ihre literarischen Standpunkte diskutieren die Historikerin Nicole Billeter und Ina Boesch.

Autor/in: Ina Boesch